Gemischte Ausbildungsbilanz

Waldeck-Frankenberg: Vielen Firmen fehlt der Nachwuchs

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Sie absolvieren ihre Ausbildung zum Mechatroniker bei der Firma Almo in Bad Arolsen: (von links): Matthias Ochmann, Michael Wagner, Alexander Plett, Saskia Bachmann und Benhur Saltan.

Waldeck-Frankenberg. Die Ausbildungsbilanz 2016/17 in Waldeck-Frankenberg und im Schwalm-Eder-Kreis fällt gemischt aus. Vielen Firmen fehlt Nachwuchs, sagt die Agentur für Arbeit.

Trotz des demografischen Wandels ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge relativ konstant, für Betriebe wird es aber schwerer, Kandidaten für die Ausbildungsplätze zu finden. So sind im Bezirk der Arbeitsagentur Korbach, der beide Landkreise umfasst, 132 Ausbildungsstellen unbesetzt.

Die aktuellen Zahlen stellten die Agentur für Arbeit, die IHK Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg sowie die beiden Kreishandwerkerschaften jetzt in einer Pressekonferenz vor. Insgesamt stehen 2347 Ausbildungsplätze 2377 Bewerbern gegenüber. Am Ende standen 151 unversorgte Bewerber 132 unbesetzten Stellen gegenüber.

Rund 20 Prozent der Ausbildungen werden nicht abgeschlossen

Zwar seien diese Zahlen erfreulich, doch müssten die geschlossenen Ausbildungsverträge auch halten, so Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach: „Wir haben eine relativ hohe Zahl an Abbrüchen. Rund 20 Prozent der Ausbildungen werden nicht abgeschlossen.“

Ein weiteres Problem stellen die Ausbildungsplätze im Verhältnis zur Altersstruktur in Handwerksbetrieben dar: „Wir müssten eigentlich doppelt so viele Menschen ausbilden, um den Fachkräftebedarf weiter decken zu können“, machte Gerhard Brühl, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, deutlich.

Ausbildungsverträge mit Flüchtlingen

Eine Herausforderung für das kommende Ausbildungsjahr sei die Integration von Flüchtlingen. „Bereits jetzt sind über 50 Ausbildungsverträge und Arbeitseingliederungen zwischen Handwerksbetrieben und Flüchtlingen abgeschlossen worden. Die Zahl könnte deutlich höher sein. Hinderlich sind oft mangelnde Sprachkenntnisse und bürokratische Hürden“, so Wolfgang Scholz, stellvertretender Vorsitzender der Handwerkskammer Schwalm-Eder. 

Quelle: HNA

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