Waldeck-Frankenberger Rindertag in Geismar: Schwerpunkt auf Betriebswirtschaft

Geismar. Milchviehhalter sollten zunächst die Wirtschaftlichkeit ihres bestehenden Hofes verbessern, ehe sie an eine Vergrößerung des Betriebes denken.

Das war die Botschaft an die Teilnehmer des zwölften Waldeck-Frankenberger Rindertages, der am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus Geismar ausgerichtet wurde. Mehr als 200 Landwirte aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und aus benachbarten Regionen waren dazu in den Frankenberger Ortsteil gekommen.

Hans-Udo von Wilpert vom Beratungsnetzwerk Milch Baden-Württemberg Nord informierte die Teilnehmer über Betriebsstrategien in der Milchwirtschaft. „Erst gut werden, dann gezielt wachsen“, lautete der Titel seines Vortrages.

„Größenunterschiede sagen nicht unbedingt etwas über Wirtschaftlichkeit aus“, sagte von Wilpert. Im Vergleich seien Regionen mit überwiegend kleineren Familienbetrieben mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit durchaus konkurrenzfähig. In der Landwirtschaft werde jedoch zu großer Wert auf Hektar-Zahlen oder Milchleistung gelegt.

„Wenn ich 10.000 Liter Milch mit sehr hohem Kraftfutteraufwand erzeuge, ist das nicht zwingend besser als 6.500 Liter Milch, die mit niedrigem Aufwand erzeugt wurden“, erklärte von Wilpert. Bevor über Betriebserweiterungen nachgedacht werde, müsse der bestehende Betrieb auf die Wirtschaftlichkeit analysiert werden. „Ansonsten bringen zusätzliche Kühe nur zusätzliche Arbeit“, sagte von Wilpert.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare