Schleppertreff in Allendorf

Walter Ochse aus Niederorke gewinnt

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Der stolze Gewinner des Oldtimers Walter Ochse aus Ederbringhausen setzte sich gleich hinters Lenkrad und fuhr los, verabschiedet von Manuel Seitz, Björn Brede, Dirk Michel, Heinrich Giugno und Notar Guido Seidel (hinten von links).

Frankenau-Allendorf - Vom alten Lanz bis zum knatternden Porsche - fast 100 historische Schlepper und ihre stolzen Besitzer trafen sich gestern zum Fachsimpeln in Allendorf.

Der Platz neben dem Backhaus und in der Dainroder Straße reichte kaum aus: Aus dem gesamten Landkreis, dem Marburger und Gilserberger Land kamen gestern Freunde alter Traktoren nach Allendorf. Rund 100 Fahrzeuge beteiligten sich an der gemeinsamen Ausfahrt in den Mittagsstunden über den „Hunold“ und Dainrode - fast eine Stunde auf dem fünf Kilometer langen Rundkurs.

Eicher, Bautz, Porsche, Deutz, Schlüter, Fiat, Fendt, McCormick, IHC, Lanz, Fahr, Güldner - viele Marken waren in der Ausstellung vertreten. Die meisten Schlepper waren restauriert, neu lackiert und fein herausgeputzt. Bei herrlichem Sonnenschein kamen sie besonders gut zur Geltung. Andere besaßen noch die Original-Farbe und sind zum Teil heute noch im Einsatz. Der Besitz zu Oldtimer-Schleppern erlebt derzeit einen wahren „Boom“: Während vor Jahren noch viele junge Männer auf Motorräder schielten, schrauben sie heute viele Stunden an Traktoren. Manches „Schätzchen“ wird aus Scheunen hervorgeholt und wieder flott gemacht.

Den ältesten Schlepper hatte der Frankenberger Herbert Arbter dabei: Ein Deutz, Baujahr 1936. Viele Clubs aus den Nachbardörfern machten in Allendorf Station. Einige Altenlotheimer waren mit umgebauten Wohn-, Vieh- oder Bauwagen unterwegs zu einem dreitägigen Camp in Louisendorf. Auch Motorräder und Autos aus den 1930er, 50er und 70er Jahren waren vertreten.

Rund um das Backhaus sorgten Mitglieder des Heimatvereins für das leibliche Wohl der vielen Besucher. Kesselfleisch oder Räucherforelle mit frischem Backhausbrot, klassische Bratwurst oder süße Waffeln fanden guten Absatz. Das galt auch für die Lose der großen Tombola. Der Hauptpreis war ein Oldtimer-Traktor vom Typ Allgeier A 12, knallrot und in vielen Stunden Eigenleistung von den Mitgliedern des Heimatvereins restauriert. Bürgermeister Björn Brede und Pfarrer Heinrich Giugno zogen am Nachmittag die Gewinner. „Rot die Nummer 900“, rief Ortsvorsteher Dirk Michel in die Runde mehrerer hundert gespannt wartender Zuschauer. Walter Ochse aus Niederorke hatte das richtige Los und freute sich riesig. Er nahm auch gleich auf dem Schleppersitz Platz und fuhr mit seinem Gewinn nach Hause. Die weiteren Preise gingen an Konrad Krause aus Bad Wildungen (Festzeltgarnitur), Marco Homrighausen aus Bromskirchen, Brigitte Stuhl aus Niederwetter, Peter Beschta aus Haine (jeweils ein Präsentkorb), Hildegard Landau aus Dainrode, Hilmar Werner aus Frankenau (Werkzeuggutscheine) und Kim Lukas Wagner aus Laisa (Verzehrgutschein). Notar Guido Seidel überwachte die Ziehung der Gewinner. Rund 600 Lose befanden sich in der Box.

Der Erlös der Tombola kommt dem Bau einer Feldscheune zur Unterbringung historischer Landmaschinen zugute. Dirk Michel dankte den vielen Helfern an den Verpflegungsständen und kündigte eine Neuauflage des Himmelfahrt-Schleppertreffens für 2013 an.

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