Jubiläum Bromskirchen: 200 Wanderer beim Grenzgang-Auftakt

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Unterwegs: 200 Grenzgänger aller Altersstufen bewegten sich am ersten Tag des Grenzgangs durch die Feldflur.

Bromskirchen. Die Veranstaltungen zum Dorfjubiläum „775 Jahre Bromskirchen“ hatten mit dem Grenzgang einen weiteren Höhepunkt. Zur ersten Etappe über 10 Kilometer waren 200 Grenzgänger aller Altersstufen auf den Beinen.

Nach einer Andacht mit Pfarrer Albrecht Storck sangen alle Grenzgänger das Lied: „Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!“

„Grenzen sind ein geschichtliches Gut“, rief Bürgermeister Karl-Friedrich Frese den Grenzgängern zu. Die erste Grenzbeschreibung datiere von 1834. „Aber die Grenze ist viel älter“, sagte Frese. Vor der Gebietsreform um 1970 sei Bromskirchen flächenmäßig das viertgrößte Dorf Hessens gewesen. Grenzgänge seien „Feste zur Pflege der gutnachbarschaftlichen Beziehungen“, so der Bromskirchener Bürgermeister.

Wanderwart Dietmar Knorra führte die große Gruppe, 32 Kilometer sind in drei Touren zu meistern. An der Spitze des Zuges gingen die jungen Blauröcke der Jugendfeuerwehr mit ihrem Wimpel.

Es ging zunächst Richtung Norden in die Struth. Delegationen aus Hallenberg und Somplar schlossen sich an. Der Somplarer Heimatforscher Peter Vaupel sprach bei einem alten Grenzstein der früheren Landesgrenze zwischen dem Großherzogtum Hessen-Darmstadt und dem Kurfürstentum Hessen-Kassel zu den Grenzgängern.

Bilder des Grenzgangs

Grenzgang in Bromskirchen

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Von Erwin Strieder

Quelle: HNA

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