Warnwesten sind Pflicht in jedem Auto - Bei Verstößen droht Bußgeld

Waldeck-Frankenberg. Sie sollen dazu beitragen, dass harmlose Autopannen nicht zu tödlichen Unfällen werden: Warnwesten sind heute zwar in vielen Autos vorhanden, eine gesetzliche Pflicht gab es bislang aber noch nicht. Das wird ab dem 1. Juli dieses Jahres anders sein.

Dann gilt die Mitführpflicht einer Warnweste in Kraftfahrzeugen.

In jedem Pkw und Lastwagen sowie in Zug- und Sattelzugmaschinen und Bussen muss fortan eine Warnweste mitgeführt werden. Allerdings muss nicht für jede mitfahrende Person eine Weste vorhanden sein, es reicht eine. Bei gewerblichen Fahrzeugen gilt die Vorschrift bereits. Motorräder und Wohnmobile sind von der Pflicht ausgenommen.

"Bei schlechten Sichtverhältnissen, in der Dämmerung und bei Dunkelheit ist der Träger einer solchen Weste viel besser zu sehen", sagt Sandra Theiß von der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg. Die Oberkommissarin betont, dass es wichtig ist, wenn die Warnweste schnell vom Fahrersitz aus greifbar ist. "Sie sollte im Handschuhfach, unter dem Sitz oder dem Seitenfach der Tür aufbewahrt werden und nicht etwa im Kofferraum."

Auch sei davon abzuraten, die Warnweste über einen Sitz zu hängen, da die Signalfarbe durch Sonneneinstrahlung ausbleichen könnte. "Die Vorschrift verlangt, dass die Weste fünf Zentimeter breite, reflektierende und umlaufende Streifen hat", sagt Theiß,

Wie wichtig Warnwesten sind, betont auch Polizeihauptkommissar Volker König. "Es gibt zwar keine Statistik, die zeigt, wie viele Unfälle infolge des Nichttragens einer Warnweste noch schlimmer ausgegangen sind. Aber wir können sagen, dass Warnwesten Leben retten können", sagt er. Bei einem Verstoß gegen die Mitführpflicht einer Warnweste droht ein Verwarnungsgeld. Dessen Höhe ist zwar noch nicht abschließend festgelegt worden, wird sich laut ADAC aber zwischen fünf und 15 Euro bewegen.

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Von Philipp Daum

Quelle: HNA

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