Ederradweg: Stadt Hatzfeld erhält in diesem Jahr keine Landesförderung mehr

Warten auf das nötige Geld

Alte Bahnbrücke über die Eder bei Holzhausen: Sie soll für den neuen Radweg genutzt werden. Archivfoto: Paulus

Hatzfeld. Der erste Bauabschnitt des Ederradwegs bei Hatzfeld ist schon lange fertig. Für diese 1,4 Millionen Euro teure Teilstrecke von der Landesgrenze bis nach Holzhausen erhielt die Stadt Hatzfeld schon 2010 einen Landeszuschuss in Höhe von 816 000 Euro – also in Höhe von rund 70 Prozent.

Doch mit dem zweiten Bauabschnitt gibt es Probleme: Obwohl Staatsminister Dieter Posch der Stadt schon im vergangenen Jahr eine mündliche Zusage für eine weitere Förderung gegeben hatte, steht der entsprechende Bewilligungsbescheid des Landes noch aus.

„Für den zweiten Bauabschnitt von Holzhausen nach Dodenau werden wir in diesem Jahr keine Förderung mehr erhalten“, bestätigte Bürgermeister Uwe Ermisch am Freitag auf HNA-Nachfrage. Das habe eine entsprechende Anfrage beim Land ergeben.

„Es geht um Baukosten von rund einer Million Euro“, erläuterte Ermisch. Auch für den zweiten Bauabschnitt erwartet er einen Landeszuschuss von 70 Prozent – also in Höhe von 700 000 Euro. Ermischs klare Aussage: „Ohne das Geld vom Land können wir nicht bauen. Wir hoffen, dass wir den Landeszuschuss nun 2012 bekommen werden.“ Somit könne auch der Startschuss für den Weiterbau frühestens 2012 erfolgen.

Dabei macht Ermisch deutlich, dass es sich bei dieser Strecke um den Teil eines überregionalen Radwegs handelt: „Da führen auch der Radweg R 8 zum Edersee und der Ederauenradweg her.“

Wie Ermisch erläuterte, beinhaltet der zweite Bauabschnitt des Radwegs eine Strecke von etwa 3,5 Kilometern. „Was dabei teuer ist, sind die beiden Brücken über die Eder und die Befahrbarmachung des Reddighäuser Tunnels.“ Dieser Tunnel ist immerhin 350 Meter lang und muss auch ausreichend beleuchtet wurden.

„Es wäre ein Wahnsinn, wenn der zweite Streckenabschnitt nicht gebaut werden kann“, sagte Ermisch. Die Stadt sei selbst für etliche Arbeiten schon in Vorlast getreten. Ermisch: „Ich bin aber guter Hoffnung, dass alles noch funktionieren wird.“ (mjx)

Quelle: HNA

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