In höchster Not:

Waschbär war auf Hausdach gefangen

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Wie komme ich da wieder runter? Ein Waschbär war auf ein Wohnhaus in Rosenthal geklettert, fand aber den Weg zurück nicht mehr.

Rosenthal. Ein Waschbär hat in Rosenthal für Aufsehen gesorgt: Das Tier war auf das Haus der Familie Waßmuth in der Berliner Straße geklettert – und hatte große Probleme, wieder herunterzukommen. Prof. Dr. Wolfgang Hanefeld, Nachbar der Waßmuths, hat das Tier dabei fotografiert.

„So offen habe ich ihn zum ersten Mal gesehen“, sagte der Rosenthaler der HNA. Man bemerke den Besuch eines Waschbären meist erst hinterher, wenn wieder die gelben Säcke aufgerissen wurden.

An diesem Tag war das Tier aber für einige Zeit auf dem Dach des Nachbarhauses gefangen. Bevorzugter Aufenthaltsort des Waschbären war das Schneegitter, berichtete Wolfgang Hanefeld. „Von dort konnten ihn aber weder lautes Rufen noch heftige Regenschauer vertreiben“, sagte er. „Ich ging dann zum Nachbarn rüber, der mit ganzer Familie erst den Waschbären bestaunte und dann vom Balkon und vom Dachboden aus durch lautes Rufen und Klopfen versuchte, den Waschbären in Bewegung zu bringen.“

Dann versuchte das Tier, über die Dachrinne vom Dach abzusteigen. Das gelang zunächst ebenso wenig wie der Versuch, über eine Leiter auf dem Dach nach unten zu kommen. Zwischendurch balancierte der Waschbär auch über den Dachfirst des Hauses, und der Hausherr versuchte, aus zwei Meter Entfernung aus einem Dachfenster heraus, den Waschbären zur Aufgabe zu überreden.

Waschbär in prekärer Lage

Schließlich versuchte das Tier, zunächst vorwärts die Dachrinne abzusteigen, danach rückwärts, was dann auch gelang. Am Boden empfing ihn die ganze Familie, um ihn aus dem Garten zu vertreiben. „Denn schließlich ist so ein starker männlicher Bär ein ernstzunehmender Gegner, der kräftig beißen und kratzen kann“, schilderte Beobachter Wolfgang Hanefeld.

Der Waschbär flüchtete rasch durch die Buchenhecke zu Hanefelds Grundstück, rannte über den Rasen und kletterte auf eine hohe Fichte. „Dort haben wir ihn dann in Ruhe gelassen“, berichtete der Rosenthaler. Das Tier sei dann schließlich irgendwann über Nacht verschwunden. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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