Schlauchwaschanlage in Frankenberg

Waschen, Trocknen, Prüfen

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Martin Hecker vom Betriebshof, Stadtrat Thomas Rampe, Stadtbrandinspektor Martin Trost, Bürgermeister Rüdiger Heß, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jörg Paulus und Stadtkämmerer Peter Seibert bei der Übergabe der Schlauchwaschmaschine.Fotos: Steber

Frankenberg - Kleiner, schneller, umweltfreundlicher - die neue Schlauchwaschanlage des Frankenberger Betriebshofes erspart Zeit und Wegstrecke für die Feuerwehr. Zuvor brachten die Brandschützer die Schläuche zur Reinigung nach Korbach.

Ein Maschine für alle Fälle – das ist die neue Schlauchwaschanlage des Betriebshofes, mit der die Feuerwehr zukünftig ihre Schläuche reinigt. Wobei zukünftig nicht ganz stimmt, denn die Maschine ist bereits seit einigen Wochen im Einsatz. Am Mittwoch wurde das rund 58000 Euro teure „Schlauchpflegezentrum“ – so der offizielle Name – seiner Bestimmung übergeben.

Früher seien die Schläuche nach Korbach gebracht worden, erklärte Martin Hecker vom Betriebshof. Bei rund 900 Schläuchen ist das ein großer Aufwand. Ein Aufwand, der allerdings nicht zu vermeiden war, denn: „die Schläuche müssen mindestens einmal pro Jahr gereinigt getrocknet und geprüft werden“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß. Auch gegenüber einer früheren Anlage, die im Katastrophenschutzzentrum eine ganze Wand ausfüllte, ist die neue Maschine in Sachen Wasserverbrauch eine Verbesserung. Sie sei auf dem derzeit neuesten Stand, sagte der Rathauschef. Waschen, trocknen, prüfen und aufwickeln erledigt sie in einem Arbeitsgang.

Jeder Schlauch wird vor dem ersten Waschgang mit einem Barcode versehen, der vor dem Einführen in die Anlage gescannt wird. Dadurch können die Daten des Schlauchs genau erfasst werden. Hersteller, Alter, Länge oder das letzte Prüfdatum werden dann auf dem Computer angezeigt. Die Software erstellt nach dem Durchlauf automatisch einen Prüfbericht. „Alles wird dokumentiert“, sagte Stadtbrandinspektor Martin Trost. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zur früheren Zeiten sehr viel Zeit eingespart wird.

Acht bis zwölf Schläuche von 20 Metern Länge schafft die Maschine in einer Stunde. „Dabei kommt es auf die Verschmutzung des Schlauches an“, sagte Trost. Geprüft werden die Schläuche nach dem Waschvorgang mit einem Druck von zwölf Bar. Bei einem Einsatz seien es zwischen fünf und acht Bar, berichtet Trost. Der Wasserverbrauch liegt bei rund einem Zehntel dessen, was die vorherige Maschine verbraucht hat, berichtete er. Neben der Schlauchwaschanlage stehen der Feuerwehr nun auch eine Waschmaschine sowie ein Wäschetrockner für die Arbeitskleidung zur Verfügung.

Die neue Anlage soll nicht nur eine Erleichterung für die Frankenberger darstellen: Auch die Wehren der umliegenden Gemeinden sowie Betriebsfeuerwehren können ihre Schläuche im Katastrophenschutzzentrum gegen einen Preis von 13 Euro prüfen und reinigen lassen.

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