Große Unterschiede bei Städten und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg

Wasser: Weit entfernt vom Einheitspreis

Waldeck-Frankenberg. Für einen einheitlichen Trinkwasserpreis hat sich die Bundesnetzagentur ausgesprochen. Von einem auch nur annähernd gleichen Wasserpreis sind die 22 Städte und Gemeinden im Landkreis Waldeck-Frankenberg weit entfernt.

Am teuersten ist das Trinkwasser in der Gemeinde Diemelsee, wo 2,85 Euro und zusätzlich eine jährliche Grundgebühr von 108 Euro erhoben werden. 2,90 Euro ohne Grundgebühr erhebt Haina (Kloster), ebenfalls eine Flächengemeinde mit viele Ortsteilen. Am günstigsten ist das Trinkwasser derzeit mit 1,45 Euro pro Kubikmeter in der Gemeinde Allendorf-Eder. Diemelsees Bürgermeister Volker Becker verweist auf ein 118 Kilometer langes Leitungsnetz, das die 13 weit verstreut liegenden Ortsteile mit Trinkwasser versorgt. Die Unterhaltung verursache „erhebliche Kosten“.

Den ländlichen Raum könne man nicht mit einer Großstadt wie Frankfurt vergleichen, wo mehrere Hundert Hausanschlüssen an einer einzigen Straße liegen, merkte der Battenberger Bürgermeister Heinfried Horsel an. Auf einen seit 1998 stabilen Wasserpreis von 1,72 Euro (ohne Grundgebühr) verweist Karl-Heinz Schleiter, Geschäftsführer der Energie-Gesellschaft Frankenberg.

„Unser Netz kommt in die Jahre. Wir stehen vor großen Investitionen“, sagt Schleiter. Die Kreisstadt Korbach ist einen Schritt weiter. Millionensummen sind in die Sanierungen der Hochbehälter Lelbach, Rhena und Lengefeld geflossen. Pro Jahr erwartet die Energie Waldeck-Frankenberg ein Defizit von 250 000 Euro bei einem Kubikmeterpreis von 2,12 Euro plus 26,81 Euro Grundgebühr. Mehr zum Thema in der gedruckten Montagausgabe der Waldecker und Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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