Burgwald

Wasserpreise in der Diskussion

+

- Gemünden (gl). Erst sollte das Wasser in Gemünden und der Bunstruth teurer werden, dann doch nicht. Nun wendet sich das Blatt ein weiteres Mal. Das Nass wird zum Dauerthema.

Am 14. Dezember sollte die Verbandsversammlung des Wasserleitungszweckverbandes Gemünden-Bunstruth (WLZV) die Preise für Frischwasser anheben. Ziel war es, den Haushalt des Verbandes auszugleichen. 1,70 Euro sollte der Kubikmeter Wasser nach der Beschlussfassung daher eigentlich seit Jahresbeginn in seinem Einzugsgebiet kosten. Doch so weit kam es nicht, die Gebührenerhöhung wurde von den Mitgliedern der Versammlung abgelehnt, Wasser kostet daher weiterhin 1,45 Euro je Kubikmeter (FZ berichtete). Die Gemündener Kernstadt, Grüsen und Sehlen, Halgehausen und Bockendorf werden vom WLZV mit Wasser versorgt.

Der Beschluss hatte gar Einfluss auf die Kommunalpolitik: Da die Gemündener Stadtteile Herbelhausen, Lehnhausen und Schiffelbach nicht vom WLZV, sondern von der Stadt mit Wasser versorgt werden, wollten auch die Stadtverordneten die Preise erhöhen – für Gemündens Bürger sollte so ein gleich hoher Wasserpreis erreicht werden. Nach dem Nein zur Gebührenerhöhung des WLZV beschloss die Stadtverordnetenversammlung, in Sachen Wasserpreise künftig eigene Wege zu gehen, da der entsprechende Gebührenhaushalt der Stadt ein Defizit von 78 000 Euro ausweist.

Dies könnte nun überflüssig werden, denn am Donnerstag, 20. Januar, berät die Verbandsversammlung des WLZV erneut über die Gebührenerhöhung. Grund dafür ist ein Widerspruch des Vorsitzenden des Verbandsvorstandes gegen des Beschluss der Versammlung: Gemündens Bürgermeister Frank Gleim.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerrstag, 13. Januar

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare