Wasserversorgung Burgwald: Parlament für Erkundung neuer Möglichkeiten

Burgwald/Wiesenfeld. Die Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Burgwald soll sicherer und mit Nachbarkommunen vernetzt werden.

Die Gemeindevertretung stimmte in ihrer Sitzung am Donnerstagabend dem Bau einer Wasserleitung von Frankenberg nach Burgwald einstimmig zu. So kann die Gemeinde auf kurzem Weg Wasser von der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF) beziehen. Seit einigen Wochen geschieht dies – als Notfallversorgung – über die 100 Jahre alte EGF-Leitung von Frankenberg nach Allendorf-Eder.

Die Gemeindevertretung gab auch grünes Licht für die Erstellung einer Studie. Sie soll unter anderem klären, ob das Wasser aus dem Tiefenbrunnen Wiesenfeld künftig wieder genutzt werden kann.

Wie berichtet, enthält das Wasser die giftige Chemikalie 1,1,2,2,-Tetrachlorethan. Im Dezember 2010 war ein Wert von 7,4 Mikrogramm pro Liter gemessen worden, der Grenzwert für dauerhafte Nutzung liegt bei drei Mikrogramm.

Seit Dezember beziehen die Burgwald-Kommunen Wiesenfeld, Birkenbringhausen und Burgwald ihr Trinkwasser von der Energie-Gesellschaft Frankenberg – über die Leitung von Röddenau nach Haine.

Die Studie soll zeigen, ob mit Hilfe einer Filteranlage das beliebte und sehr weiche Wiesenfelder wieder getrunken werden kann und ob die Kosten dafür vertretbar sind.

Es sollen aber auch andere Fragen geklärt werden: Ist es machbar und finanziell sinnvoll, neue Tiefenbohrungen – eventuell bei Birkenbringhausen – in Angriff zu nehmen.

In die Untersuchungen einbezogen werden soll auch die Idee, den Tiefenbrunnen Ernsthausen durch eine Ring-leitung an andere Wasserleitungen der Kommune anzubinden und zudem die Idee, Verbundlösungen mit den Nachbarkommunen zu schaffen. (mab)

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Quelle: HNA

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