Von wegen Hinstürz: Straße wird für 810.000 Euro saniert

Es wird schon gearbeitet: Obwohl gestern erst der offizielle Spatenstich stattfand, arbeitet das Frankenberger Bauunternehmen Mütze bereits seit vorletzter Woche in der Hinstürzstraße. Fotos:  Paulus

Frankenberg. In den vergangenen Jahren hat die Hinstürzstraße oberhalb der Bottendorfer Straße in Frankenberg ihrem Namen alle Ehre gemacht.

Nun wird die Straße in dem Wohngebiet grundhaft erneuert. Inklusive Kanal, Wasserleitungen, Straßenbeleuchtung und Gehwegen. Kosten: rund 810.000 Euro. 200.000 Euro müssen gemeinsam die Anlieger zahlen.

Seit vorletzter Woche wird schon an der Hinstürzstraße gearbeitet. Das Frankenberger Bauunternehmen Mütze hatte den Zuschlag erhalten. Am Montag nun trafen sich Vertreter von Stadt, Abwasserwerk, Energie-Gesellschaft Frankenberg und Baufirma zum symbolischen Spatenstich.

„Diesmal haben wir eine normale Straßenunterhaltung ohne Förderung“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß, der erst am Freitag den Baustart für den Wasserpark an der Uferstraße vollzogen hatte, für den die Stadt mehr als 900.000 Euro Fördergeld bekommt. Die Anlieger am Hinstürz werden mit 50 Prozent an den Kosten für den Straßenbau (350.000 Euro), die Beleuchtung (15.000) und die Planungskosten (35.000) beteiligt. Macht je 200.000 Euro für Anlieger und Stadt. Die Kosten für 370 Meter neuen Kanal (350.000 Euro) und 500 Meter Wasserleitung (60.000) werden über Gebühren auf die Allgemeinheit umgelegt.

„Wir haben die Anlieger in einer Anliegerversammlung im März über den Ausbau und die Anliegerbeiträge informiert“, sagte Bürgermeister Heß. „Die Anlieger sind froh, dass die Straße einen guten Ausbau bekommt.“ Der neue Gehweg wird einseitig zum Tal hin angelegt und gepflastert. Die Straße ist etwa 400 Meter lang und soll bis Dezember fertig sein. Auch Wasser-Hausanschlüsse werden erneuert, das müssen die Anlieger aber jeweils selbst zahlen.

Der städtische Bauamtsleiter Karsten Dittmar erinnerte daran, dass in der heutigen Hinstürzstraße 1958 ein „Fahrdamm“ mit Entwässerung und Beleuchtung eingerichtet wurde. 1960 entstand eine Fahrbahn mit Straßenentwässerung von der Philipp-Soldan- bis zur Berliner Straße. 1969 wurde ein Gehweg von der Berliner bis zur Friedrich-Riesch-Straße angelegt. 1970 folgte die Beleuchtung.

Quelle: HNA

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