Wegen des verregneten Sommers fand Grillgut weniger Absatz

+
Im Supermarkt von Manfred Schwebel-Schmitt verschmähten die Kunden Bratwürstchen zu Gunsten von Süßwaren.

Frankenberg. Weil es in diesem Sommer nass und kühl war, griffen die Verbraucher statt zu deftigem Grillgut offenbar lieber zur süßen Versuchung.

Wie die Marktforscher der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jetzt feststellten, brach im Juli bundesweit der Handel mit Würstchen und Co. um mehr als 20 Prozent ein. Der Verkauf von Pralinen und Schokolade nahm dabei um den gleichen Prozentsatz.

Auch über die Theke der Metzgerei Schneider aus Vöhl gingen weniger Steaks und Würstchen als im Vorjahr, bestätigt Christoph Schneider. „Es war wie verhext in diesem Sommer“, sagt der Metzger. „Pünktlich zum Wochenende wurde oft das Wetter schlecht. Da grillt doch niemand.“

Auch bei Einzelhändler Manfred Schwebel-Schmitt aus Frankenberg schlug sich der sommerliche Grillfrust in den Kassenbüchern nieder. Er blieb nicht nur auf Steaks und Würstchen sitzen, sondern auch auf Getränken und Grillkohle.

Im Bereich Süßwaren legte der Umsatz dagegen um zwölf Prozent zu. „Dazu zählen in unserer Statistik aber auch Chips, Kekse und Weingummi“, erklärt Schwebel-Schmitt. „Bei schlechtem Wetter setzt man sich eher vor den Fernseher – und da greift man eben zur Schokolade.“

Und im Sommer, besonders im kalten Juni, ging auch die Lust auf Eis zurück, berichtet das Frankenberger Eiscafé Martini. Im sonnenreichen September stieg sei allerdings wieder.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare