Löhlbacher Grundschüler verabschiedeten sich mit Feier von ihrer Schule

Wehmut und Vorfreude

Auf Wiedersehen, Schule: Vor dem Lölbacher Schulgebäude aus dem Jahr 1900, das am 2. Juli 2010 geschlossen wird, haben sich die Grundschüler mit (hinten von links) Hausmeister Dieter Manthei, Religionslehrerin Eva Brinke-Kriebel, den Grundschullehrerinnen Cornelia Bräutigam und Kristin Schäfer sowie mit Schulleiterin Susanne Weber versammelt. Fotos: Biedenbach

Löhlbach. „Alte Schule, altes Haus“ sangen am Donnerstag die Löhlbacher Grundschüler. In einer Feier nahmen sie Abschied von ihrer Schule, die am heutigen Freitag geschlossen wird. Nach den Ferien besuchen die Kinder die Grundschule in Haina.

Sie sangen aber auch „neue Schule, neues Glück“. Susanne Weber, Schulleiterin in Frankenau und Löhlbach, ging in ihrer Rede auf beides ein: auf den Abschiedsschmerz und auf die Freude über neue Wege. „In der neuen Schule werdet ihr mehr Klassenkameraden haben, also mehr Mitspieler.“ Sie wünschte den Kindern, einen Start in Haina mit Neugier, Offenheit und „mit ganz viel Spaß“.

Erleichtert wird ihnen der Anfang im Nachbarort wohl dadurch, dass Grundschullehrerin Cornelia Bräutigam mit nach Haina wechselt. Auch die Löhlbacher Pfarrerin Eva Brinke-Kriebel wird künftig dort unterrichten.

„Neue Schule, neues Glück, und es führt kein Weg zurück“.

Lied der Schüler

Abschied nehmen hieß es aber von der Grundschullehrerin Kristin Schäfer. Die Odershäuserin wechselt auf eigenen Wunsch nach Bad Wildungen. Und Abschied nehmen hieß es auch von Hausmeister Dieter Manthei, der seit 1998 die Schule betreute.

Der 65-Jährige hätte schon im Mai in den Ruhestand gehen können, blieb aber wegen der damals unsicheren Zukunft der Schule im Amt. Nun wird er sich noch einige Wochen um das Gebäude und die Post kümmern, bis Klarheit über die künftige Nutzung des Schulgeländes herrscht. Wie berichtet, strebt Hainas Bürgermeister Rudolf Backhaus die Nutzung für einen Lebensmittelladen, weitere Geschäfte und Betreutes Wohnen an.

Susanne Weber dankte den scheidenden Lehrerinnen ebenso wie dem Hausmeister mit einem Blumenstrauß. Und Dank für alle Vertreterinnen der Schule gab es seitens der Elternvertreter. Abschied und Mut für Neues, das war auch das Thema des vorausgehenden Gottesdienstes mit Pfarrerin Brinke-Kriebel.

Viele gute Wünsche

Trotz allen Abschieds von der Schule kam auch die am Schuljahresende übliche Verabschiedung der 4. Klasse nicht zu kurz. Die Kinder der ersten drei Jahrgänge hatten mit ihren Lehrerinnen zahlreiche Überraschungen für die Großen, die nun weiterführende Schulen besuchen, vorbereitet: Lieder, Gedichte und gute Wünsche.

Ein Abschlusstanz drückte die Stimmung des Tages aus: Er hatte traurige Elemente, bei denen sich die Kinder auf den Boden kauerten – um dann quicklebendig aufzuspringen und freudig weiterzutanzen.

Am heutigen Freitag erhalten die Grundschüler ihre Zeugnisse. Dann werden in dem 110 Jahre alten Schulgebäude keine Kinderstimmen mehr zu hören sein. Allenfalls davor. Denn im neuen Schuljahr treffen sich die Schüler dort an der Haltestelle, um gemeinsam mit dem Bus nach Haina zu fahren.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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