Bauarbeiten am Frankenberger Bahnhof

Weichen für Neugestaltung sind gestellt

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Viele kleine Baustellen auf einer großen: Während im Bereich des Holzlagerplatzes (links) bereits erste Gebäude abgerissen werden, ist die bauausführende Firma aus Korbach dabei, Straße und ehemaligen Parkplatz vor dem Bahnhofsgebäude aufzureißen. Im Hintergrund: der Rohbau des Frankenberger Tores.

Frankenberg - Die Abrissarbeiten am Bahnhof sind in vollem Gange, der Umbau des Umfeldes hat begonnen. Reisende, Anlieger und Passanten müssen mit kleineren Behinderungen rechnen.

Wer von der Marburger Straße aus in die Stadt fährt, bekommt derzeit den wohl umfassendsten Blick auf die Arbeiten am und um den historischen Bahnhof: Ab der Einmündung der Friedrichstraße ist die Marburger Straße für den Verkehr stadteinwärts gesperrt. Autofahrer werden an den ordentlich zurückgestutzten Büschen und Hecken über die Friedrichstraße an der großen Baustelle vorbei über das Gewerbegebiet Siegener Straße umgeleitet.

Der Blick fällt dabei auf viele kleine, alte Gebäude, die lange Zeit hinter Wildwuchs versteckt waren - und auch nicht mehr lange zu sehen sein dürften. Die Abrissbagger haben ihr gefräßiges Werk bereits begonnen und mit dem Abtragen der Nebengebäude begonnen. Noch nicht betroffen sind die das Bild des Bahnhofs prägenden Seitengebäude wie etwa die Güterhalle. Doch auch sie hat die längste Zeit gestanden: Laut Bauamtsleiter Karsten Dittmar beginnt die Einrichtung der Baustelle für diesen Bereich direkt nach den Osterfeiertagen, der Abriss selbst soll dann auch schon nächste Woche starten.

Länger bleibt die halbseitige Sperrung der Marburger Straße mit Umleitung bestehen: „Wir rechnen mit Mitte oder Ende Mai“, sagt Dittmar: Dort entsteht in den nächsten Wochen der erste Abschnitt des sogenannten „Stadtbalkons“. Zuerst wird das helle Pflaster aus dem Kreuzungsbereich von Bahnhofstraße, Röddenauer Straße und Marburger Straße hochgezogen bis zur Friedrichstraße, im Anschluss soll deren Einfahrt verengt werden. „Die Stelle ist bislang sehr unübersichtlich und auch die Schüler bewegen sich dort sehr unsicher“, begründet Dittmar. Ähnlich der Bahnhofstraße nahe dem Modehaus Eitzenhöfer soll auch in der Friedrichstraße künftig der Bodenbelag ein klares Signal geben, vorsichtiger zu fahren. Dieser Bereich zieht sich zum künftigen Haupt-Einfahrtsbereich des Bahnhofs die Friedrichstraße herunter und knickt in die Straße „Am Bahnhof“ ein.

Abgeschlossen ist bis dahin längst eine weitere, von den Frankenbergern weitgehend unbemerkte Baustelle in unmittelbarerer Nachbarschaft: In der Michael-Thonet-Straße haben Energiegesellschaft Frankenberg und das Abwasserwerk in den vergangenen Wochen Gas- und Wasserleitungen erneuert. Diese Arbeiten befinden sich in der Abschlussphase

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