Weihnachtsmärkte in Frankenberg machten sich gegenseitig Konkurrenz

Frankenberg. Wer Lust auf weihnachtliche Stimmung hatte, hatte am Sonntag allein in Frankenberg viel Auswahl - für manchen Geschmack zu viel: Die drei Weihnachtsmärkte in der Stadt machten sich gegenseitig Konkurrenz.

Auf dem Obermarkt fand der Weihnachtsmarkt der Altstadt-Initiative statt, am Forstamt der des Forstamtes, und an der Walkemühle hatte schon am Freitag der Weihnachtsmarkt eröffnet, der bis vor zwei Jahren noch am Hotel „Die Sonne" zu Hause war.

„Konkurrenz belebt das Geschäft", sagt man. In diesem Fall haben sich die drei Weihnachtsmärkte aber wohl eher gegenseitig Besucher weggenommen. Wie man dies zukünftig vermeiden kann, darüber würde Bürgermeister Rüdiger Heß Anfang des Jahres gerne mit den Veranstaltern sprechen, sagte er der HNA.

„Ich würde gerne darüber sprechen, wie wir die Märkte besser koordinieren und die Stadt zielorientiert nach vorne bringen können.“ Das alles sei ergebnisoffen, ein Patentrezept hat der Bürgermeister also nicht. Er könne den Veranstaltern ja auch keine Vorschriften machen: Zum einen findet nur der Weihnachtsmarkt am Obermarkt auf städtischem Gelände statt, zum anderen ist die Stadt selbst an keinem der Märkte beteiligt.

Das alles terminlich zu entzerren, sei aber gar nicht so einfach, sagte Heß, denn schon am 2. Advent veranstaltet die Labenshilfe traditionell ihren großen Basar in der Ederberglandhalle. Und in der Fußgängerzone finden in der Adventszeit einige Aktionen der Kaufleute statt. „Man muss also das Ganze sehen“, sagte der Bürgermeister.

Er selbst habe jeden der drei Weihnachtsmärkte am Sonntag besucht, jeder habe seinen Reiz, auf dem Obermarkt sei es die besondere Kulisse, am Forstamt die Nähe zum Wald und an der Walkemühle das besondere Ambiente der alten Mühle. „Ich habe bei jedem Markt Vor- und Nachteile gesehen“, sagte Heß.

Ein Terminproblem löst sich im nächsten Jahr von allein: Der Weihnachtsmarkt am Forstamt wird 2015 eine Pause einlegen, kündigte Forstamtsleiter Andreas Schmitt. Eine Neuauflage sei aber geplant.

Von Jörg Paulus

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Quelle: HNA

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