Theater in Rosenthal

Weihnachtsmann wird langsam zu alt

+
„Zu alt für den Job?“ Dieser Meinung sind zumindest die Wichtel, denn der Weihnachtsmann arbeitet ihnen nicht mehr schnell genug und viel zu zerstreut.Foto: Marco Steber

Rosenthal - Der Weihnachtsmann ist ein vielbeschäftigter Mann. Was passiert, wenn er überarbeitet ist, zeigten die Kinder der Nicolaus-Hilbert-Schule und der Karl-Preising-Schule in Rosenthal.

„Advent ist die Zeit der Besinnung”, sagte Schulleiterin Ines Franke in ihrer Begrüßung. Auch die Schule habe diese Zeit zum Nachdenken genutzt. Während des vergangenen Jahres hat die Schule viele Spendengelder für Hilfbedürftige gesammelt. Bereits im Sommer kamen durch einen Sponsorenlauf Spendengelder für ein Waisenhaus in Mombasa zusammen. Der gesammelte Betrag wurde aufgestockt auf insgesamt 550 Euro. Das Geld kommt der Organisation „Miro” zu gute, die sich um Waisenkinder kümmert.

Im November entschloss sich die Schulgemeinschaft Rosenthal bei der Aktion „Hessen hilft” zu beteiligen. Mit einem Waffelbasar und einem Bastelnachmittag wurden 263,90 Euro gesammelt die den Opfern des Taifuns „Haiyan” zu Gute kommt.

„Ich glaube, er wird langsam zu alt”, sagt einer der vier Wichtel, die bereits sehnsüchtig auf die Ankunft des Weihnachtsmannes wartete. Doch der ist noch weit weg in Mexico. Der Mond hat eine „supergalaktische Mondidee”, die es den Wichteln ermöglicht zu sehen, was der Mann im roten Gewand gerade treibt. In einer „Live-Schalte” nach Mexico beobachten die Wichtel, wie die mexikanischen Kinder den Weihnachtsmann mit „Feliz Navidad” begrüßen. Die Wichtel hoffen, dass der Weihnachtsmann sich nun auf den Weg nach Deutschland macht, aber das macht er nicht ohne einen Abstecher in die USA, nach Spanien und Frankreich, denn auch dort warten die Kinder sehnsüchtig auf ihre Geschenke.

Nach einem Ausflug über den Ärmelkanal nach England fliegt der Weihnachtsmann schließlich weiter in den hohen Norden. Das halten die Wichtel nicht mehr aus. Der Mond gibt ihnen den Hinweis, dass der Weihnachtsmann während der Arbeit gerne ein kleines Nickerchen mache. Dann würde er von seinen Rentieren geleitet und die können mit Weihnachtsliedern angelockt werden.

„Weihnachtsmann wann kommst du mal hier zu uns nach Rosenthal”, singen die Wichtel lauthals um die Rentiere zu locken, was ihnen auch gelingt. Endlich in Deutschland angekommen, ist der Weihnachtsmann so überarbeitet, dass er gar nicht weiß, in welcher Sprache er die Kinder begrüßen soll. Er hat auch keine Lust mehr auf die vielen Weihnachtslieder, die er seit Hunderten von Jahren hören muss, also Rappen ihm die Kinder „Morgen Kinder wird’s was geben” vor. Als sich der Weihnachtsmann erneut auf den Weg nach Mexiko begeben will, reicht es den Wichteln endgültig mit ihrem zerstreuten Chef. Doch der Mond weist sie darauf hin, dass die Kinder in Deutschland ohnehin schon mit Geschenken erfreut würden. Am Ende des kurzweiligen Weihnachtstheaters der Theater-AG der Lucas-Hilbert-Schule in Rosenthal verteilte „der zerstreute Weihnachtsmann” Geschenke an die 50 begeisterten Gäste.

Die Theateraufführung des „zerstreuten Weihnachtsmannes” war in zweierlei Hinsicht eine Premiere für die Theater-AG: Nicht nur, dass es die erste Aufführung des Stückes vor Publikum war, es waren auch erstmalig Kinder beider Rosenthaler Schulen an der Theater-AG beteiligt. Unter der Leitung von Sandra Knobl-Allmeroth und Daniela Schleiter lernten die 19 Schüler, dass die Schauspielerei harte Arbeit sein kann.

von Marco Steber

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare