SPD-Parteitag in Rattlar: Brede neuer Stellvertreter – für Erhalt der Burgwald-Kaserne

Weltecke führt heimische SPD

Christoph

Waldeck-Frankenberg. Dr. Christoph Weltecke führt die Sozialdemokraten im Landkreis. Mit 82 Ja-Stimmen wurde der Korbacher Jurist am Samstag beim Unterbezirksparteitag zum neuen Vorsitzenden der SPD Waldeck-Frankenberg gewählt.

Wie sich schon im Vorfeld abgezeichnet hatte, gab es beim Parteitag im Willinger Ortsteil Rattlar keinen weiteren Bewerber um das Amt. Sieben Delegierte stimmten mit Nein, drei enthielten sich der Stimme.

Der 34-jährige Weltecke tritt die Nachfolge von Karl-Heinz Stadtler (Vöhl) an, der zwölf Jahre den Unterbezirk geführt hatte. Wie berichtet, hatte Stadtler auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Weltecke war bisher stellvertretender Vorsitzender der Kreis-SPD. Als Stellvertreter unterstützen ihn Hannelore Eckhard (Bad Arolsen) und Andreas Schaake (Edertal).

Als neues Mitglied wurde der 34-jährige Frankenauer Bürgermeister Björn Brede in das Führungsquartett gewählt.

„Demokratie fällt nicht vom Himmel, sondern muss immer wieder neu erarbeitet werden“, sagte Weltecke in seiner Vorstellung. Er wolle mit der SPD dahin gehen, wo die Menschen sind. Er suche das Gespräch mit Gewerkschaften, Sozialverbänden und Vereinen. Man dürfe miteinander diskutieren und streiten, sagte der Korbacher. Aber dabei dürfe nicht die Schwelle des Persönlichen überschritten werden, auch nicht in den eigenen Reihen, unterstrich Weltecke.

Die Delegierten stimmten in Rattlar unter anderem einem Antrag für den Erhalt der Bundeswehr-Standorte in Nordhessen zu. Den hatte der Vorstand eingebracht. Eine Reform der Bundeswehr sei nötig, heißt es in dem Antrag. Sie dürfe aber nicht zu Lasten Nordhessens und Waldeck-Frankenbergs gehen, wo die Bundeswehr bereits viele Standorte aufgegeben habe.

Viele Gründe sprächen für den Erhalt der Burgwald-Kaserne. Die Bevölkerung stehe zu den Soldaten. Kreis und Gemeinden setzten sich für den Erhalt ein. Außerdem gebe es Partnerschaften mit den Frankenberger Einheiten.

Viele Soldaten kommen aus dem Landkreis, andere hätten hier ihren Wohnsitz genommen. Schließlich verweisen die Sozialdemokraten auch auf wirtschaftliche Gründe. Die Frankenberger Kaserne sei ein wichtiger Faktor und Arbeitgeber in der Region.  Fotos: zgm/Gross/nh              SEITE 2

Von Bernd Schünemann

Quelle: HNA

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