Karneval in Reddighausen

Wenn Heino mit grünen Männern singt

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Hatzfeld-Reddighausen - Die erste Polonaise schlang sich schon zwei Stunden nach Beginn der Party durch die Reddighäuser Festhalle - ein untrügerisches Zeichen dafür, dass das Karnevalsprogramm gelungen war.

Das passende Lied spielte die Band „By the Way“ aus Wohratal gleich zu Beginn: „Reddighäuser Nächte sind lang. Erst fangen sie ganz langsam an, aber dann...“, so begrüßten die Musiker die Gäste in der Festhalle - eine knappe halbe Stunde nach der obligatorischen Startzeit 20:11. Dass es etwas zu spät los ging, machte indes kaum jemandem etwas aus, denn die Reddighäuser Festgemeinschaft, für die der Vorsitzende Helmut Bender Clowns, Indianer, Kühe, Außerirdische und mehr willkommen hieß, ließ es gleich richtig krachen.

Mit einer Wette entließen die Moderatoren Marcus Bettelhäuser und Ralf Schärer Bender von der Bühne: Er sollte drei kleine Schnaps schneller Trinken, als der Ortsvorsteher drei Bier - keiner durfte die Gläser des anderen berühren. Genüsslich trank Bettelhäuser seinen Schoppen - und stülpte das leere Glas über den letzten verbliebenen Schnaps des siegesgewissen Bender.

Der Anfang war gemacht, die Bühne war frei für jede Menge Sketsche und gute Laune: Das Event-Team zeigte gleich seine Kreativität. Drei grüne „Blue Men“ spielten auf Röhren „Played Alive“ vom „Safri Duo“, Jan Benner-Hensel trat als Heino auf, der - getreu dem aktuellen Album - „Das Kompliment“ der „Sportfreunde Stiller“ zum besten gab, bis die ihn schließlich von der Bühne verscheuchten.

Schlümpfe in Strumpfhosen

Die Landeier parodierten im Anschluss eine Sendung, die an sich schon einer Parodie gleicht: „Die Geissens“. Der Multimillionär Robert Geiss reiste mit seiner Plastik-Schönheit Carmen im frisch erstandenen Raumschiff durch das Universum - mit überirdischen Begegnungen. Mit frechen Sketchen und Witzen nahmen sie gegenseitige Vorurteile von Mann und Frau aufs Korn - unterbrochen von Tanzeinlagen grün leuchtender Außerirdischen im Gang-Nam-Style und der drei Piloten des „Traumschiff Surprise“. Auch ein Besuch der verstorbenen Amy Winehouse durfte nicht fehlen. Nach so viel guter Laune zog sich die erste Polonaise durch die Festhalle, die erst zögerlich, dann zusehends wuchs.

Fast schon ein Klassiker beim Karneval: Männer in Strumpfhosen. Die Alten Herren des Sportvereins traten als Schlümpfe auf und zeigten einige sportliche Tänze - und ihre Hintern. Sie markierten auch den Schlusspunkt des offiziellen Teils. Die Party jedoch ging noch stundenlang weiter, denn Reddighäuser Nächte sind lang.

Von Malte Glotz

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