Veterinäramt warnt

Wenn Landwirte ihre Wiesen mähen, droht Wildtieren der Tod

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Bedroht durch Mäher: Rehkitze können verletzt werden.

Waldeck-Frankenberg. Junge Wildtiere wie Rehkitze können beim Mähen von Wiesen verletzt oder gar getötet werden. Darauf weist das Veterinäramt des Landkreises hin. Die Zeit, in der Landwirte ihre Wiesen mähen, falle oft mit der Geburt vieler Wildtiere zusammen.

Nicht selten würden daher Jungtiere sterben, die sich im Schutz der Gräser aufhalten.

Schätzungen zufolge kommen bei dem Gräserschnitt im Frühjahr jährlich bundesweit allein bis zu 60 000 Rehkitze ums Leben, so der Landkreis. Dies geschehe insbesondere auf waldnahe Flächen, in denen etwa Rehe ihre Kitze in der ersten Lebenswoche gut getarnt im hohen Gras allein zurücklassen. Nähert sich dem Jungtier ein Traktor, renne dieses in der Regel nicht davon, sondern drücke sich reglos auf den Boden – das werde den Tieren zum Verhängnis. Nicht nur es leidet: Das durch die Kadaver verunreinigte Mähgut könne nach der Fütterung bei Tieren zu schweren Vergiftungen führen. (mam)

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Quelle: HNA

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