Mehrere hundert Besucher beim Aktionstag des Stuhlmöbelherstellers Thonet

Wenn sich Stühle biegen

Ein eingespieltes Team: Die Thonet-Mitarbeiter Jürgen Hoffmann, links und Heinrich Dippel ließen sich beim Holzbiegen über die Schulter schauen.

Frankenberg. Mehrere hundert Besucher haben einen Ausflug ins „Blaue“ zur Firma Thonet gemacht: Der Frankenberger Möbelhersteller beteiligte sich am so genannten „Blauen Sonntag“ des Netzwerkes Industriekultur Nordhessen, bei dem an 36 Standorten Firmen und Betriebe ihre Tore öffneten.

Entsprechend dem Aktions-Motto „Sesam öffne dich“ gewährte das Frankenberger Unternehmen Einblicke in die Holzbiegerei, in der der die berühmten Bugholzstühle in Handarbeit hergestellt werden. Die beiden Thonet-Mitarbeiter Heinrich Dippel und Jürgen Hoffmann standen hier im Mittelpunkt des Interesses, als sie mit vereinten Kräften die vorbereiteten Buchenholzstäbe in die geschwungene Form des legendären Kaffeehaus Klassikers bogen.

Beide arbeiten seit 21 Jahren zusammen, da sitzt jeder Handgriff: „Uns kann man die Augen zubinden – das klappt trotzdem“, meinte Dippel gegenüber der HNA.

Auch die kürzlich eingeweihten neuen Ausstellungsräume der Firma Thonet konnten besichtigt werden. Im historischen Fachwerkhaus von 1889, dem ehemaligen Elternhaus der Brüder Claus, Peter und Philipp Thonet ist ein moderner Raum (Show-Room) über zwei Etagen entstanden, in denen neben den Klassikern aus Bugholz und Stahlrohr auch Regalsysteme und Lampen präsentiert werden. Auch der neue Konferenztisch S 8000 konnte dort bewundert werden.

„Wir können es schaffen, mit unserer Produktpalette ganze Räume zu füllen“, betonte Björn Stuhlmann, einer der Mitorganisatoren der Teilnahme am „Blauen Sonntag“.

Die beiden Bereiche Holzbiegerei und Show-Room würden die Entwicklung der Industriekultur von der Tradition bis zur Moderne ganz gut widerspiegeln, meinte der Innendienstleiter. (bs)

Quelle: HNA

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