Sebastian Bethge spielt im "Frankenberger Orgelzyklus" in der Liebfrauenkirche

Werke mit Bezug zur Reformation

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Frankenberg - Werke zum Thema "Reformation" standen am Sonntagabend beim Orgelkonzert auf dem Programm. Der Hersfelder Bezirkskantor Sebastian Bethge spielte die Orgel der Liebfrauenkirche.

Unter dem Thema „Reformation und Musik“ stand das Konzert mit Werken, die nicht immer aus der Zeit Martin Luthers stammten, aber in bestimmter Weise die Charakteristika dieser Zeit und ihrer Auswirkungen repräsentierten - etwa das Bemühen um Fortschritt und Reformen, auch in der Musik.

Bethge eröffnete den Abend mit der Fantasie und Fuge in g-Moll von Johann Sebastian Bach, außerdem dessen Werke „Es ist das Heil uns kommen her“ aus seinem Orgelbüchlein, „An Wasserflüssen Babylon“ und „Vater unser im Himmelreich“ aus der „Clavierübung“. Zu hören waren auch Heinrich Scheidemanns „Wir glauben all an einen Gott“ sowie das „Vater unser“ aus dem Tabulatorbuch von Johann Ulrich Steigleder.

Als Schlusspunkt hatte Bethge Felix Mendelssohn Bartholdys Allegro, Choral und Fuge d-Moll gewählt.

Im Programmheft war die Begründung für die Wahl dieser Stücke dargelegt. Luther war Dichter und Komponist vieler heute noch gebräuchlicher Choräle. Seine Intention war eine pädagogische oder liturgische. Durch die musikalische Verarbeitung von Psalmen oder Gebeten fiel es den Menschen leichter, die Texte auswendig zu lernen.

Luthers Strophen zu „Vater unser im Himmelreich“ und „Wir glauben all an einen Gott“ waren im Programmheft abgedruckt, sodass die Zuhörer Luthers Worte mit der jeweiligen Musik verbinden konnten. (apa)

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