Wetter beschreitet Klageweg: Tempo-30-Zone an gefährlicher Engstelle soll bleiben

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Im Blickpunkt: Die Tempo-30-Zone an der gefährlichen Engstelle in Niederwetter soll bleiben, sagt Bürgermeister Spanka. Die Engstelle sieht man in der Bildmitte auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor der Scheune mit dem Kratzputz.

Wetter. Die Aufhebung einiger Tempo-30-Zonen entlang der Bundesstraße 252 durch den hessischen Verkehrsminister trifft in Wetter auf Widerstand. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka will vor dem Verwaltungsgericht Gießen gegen die Weisung des Regierungspräsidiums klagen.

Er hat über den Hessischen Städte- und Gemeindebund die erforderlichen Unterlagen eingereicht.

„Wir haben kein Problem damit, dass die nächtliche Tempo-30-Regelung im Industriegebiet in Wetter fallen soll“, sagt der Bürgermeister. „Aber in Niederwetter ist die ganztägige Geschwindigkeitsbegrenzung unverzichtbar und wir werden versuchen, gegen die Anordnung des Regierungspräsidiums eine einstweilige Verfügung zu erreichen.“ Anderenfalls sollen die Schilder noch in dieser Woche verschwinden.

Die Autofahrer seien sauer wegen der fest installierten Überwachungsanlage, weiß Kai-Uwe Spanka. „Aber an dieser Stelle muss es einen zwingenden Grund geben, 30 zu fahren.“

Aktualisiert am 9. Januar 2014 um 5 Uhr.

Die viel befahrene Bundesstraße sei gleichzeitig der Weg für die meisten Fußgänger im Ort, denn direkt um die Ecke sei das Dorfgemeinschaftshaus und auch die Schulbushaltestelle. Das ist umso gefährlicher, da der Bürgersteig in der Kurve an der schmalsten Stelle nur 40 Zentimeter breit ist.

Laut Regierungspräsidium Gießen ist der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Straßenverkehrsbehörde dafür zuständig, die Beschilderung auf der Bundesstraße 252 zu ändern. Dessen Pressesprecher Dr. Markus Morr sagte der HNA aber, der Kreis sei nur für die dauerhafte, also auch tags geltende Tempo-30-Zone in Niederwetter verantwortlich.

Und die Verkehrsbehörde Hessen-Mobil in Marburg erklärte wiederum auf Nachfrage, der Kreis sei für alle Schilder zuständig und man habe die Schilder noch nicht abmontiert, weil noch keine verkehrsrechtliche Anordnung des Kreises vorliege. „So lange gilt die alte Regelung“, sagte Bettina Amedick, Sprecherin von Hessen-Mobil. (jpa)

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Quelle: HNA

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