Schon jetzt Warnung vor Waldbrand-Gefahr

Wetterdienst erhöht Warnstufe wegen anhaltender Trockenheit

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Wetterdienst erhöht Warnstufe wegen anhaltender Trockenheit

Waldeck-Frankenberg. Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 20 Grad: Während das anhaltend schöne Wetter die Waldeck-Frankenberger ins Freie zieht, warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Winter vor erhöhter Waldbrand-Gefahr.

Vor dem kalendarischen Frühlingsanfang (20. März) gilt in großen Teilen Deutschlands so auch im Kreis Waldeck-Frankenberg die Waldbrandwarnstufe 3 (mittlere Gefahr). Für Flächen in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen sowie in Hessen wurde sogar die Warnstufe 4 (hohe Gefahr) ausgegeben. Dort dürfen öffentliche Wege, die durch den Wald führen, nicht mehr verlassen werden. Insgesamt gibt es fünf Warnstufen (siehe Hintergrund).

Dass die Warnung für unsere Region Berechtigung hat, zeigte der Waldbrand am Sonntag zwischen den Korbacher Ortsteilen Lengefeld, Goldhausen und Alleringhausen. Wie berichtet, zerstörte das Feuer eine Fläche von einem Hektar. Als Ursache wird Brandstiftung angenommen.

Nach Angaben des Wetterdienstes war der Februar sehr trocken. Gebietsweise seien weniger als 30 Prozent des üblichen Niederschlags gefallen. Im März habe es vielerorts bisher noch gar keine Niederschläge gegeben. Daher sei die Gefahr von Waldbränden durch vertrocknete Reisig-, Laub- und Grasreste besonders hoch. Denn, so der DWD, es gebe noch keine frische Bodenvegetation, die die Brandgefahr mindern könne.

Vom Land Hessen sei noch keine Warnung wegen erhöhter Waldbrandgefahr herausgegeben worden, sagte Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. Natürlich sei es gefährlich, weil das trockene Gestrüpp überall herumliege. Dr. Gero Hütte-von Essen, der Leiter des Forstamtes Vöhl, fügt hinzu: "Das Frühjahr ist in puncto Waldbrand die gefährlichste Zeit des Jahres."

Von Andreas Hermann

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Quelle: HNA

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