Verkaufspläne bleiben bestehen

Wieder neue Parkmanager im Feriendorf Frankenau

Frankenau. Das Feriendorf Frankenau kommt nicht zur Ruhe. Nach zwei Jahren hat es erneut einen Wechsel bei den Parkmanagern gegeben.

Geschäftsführer Louis Janssens will zudem weiter das Hautgebäude samt Schwimmbad, Restaurant und Rezeption verkaufen und somit den Geschäftsbetrieb abgeben. Um seine Objekte für potentielle Käufer interessanter zu machen, will er die Zahl der Vermietungen für Feriengäste steigern. Dabei soll eine neue Kooperation mit einem europaweit agierenden Ferienhausportal helfen.

Mit einem Brief haben sich Hanneke und Robert Wienk bei den Hauseigentümern im Feriendorf Frankenau bereits vorgestellt. „Wir freuen uns darauf, für die Gäste da zu sein“, sagt das holländische Ehepaar, das von Feriendorf-Geschäftsführer Louis Janssens zu Beginn des Jahres eingetellt worden ist, um den Betrieb des Parks vor Ort zu leiten. Die Wienks sind die Nachfolger von Eva Sietsma und Rudy Karrenbeld.

Wie lange die Neuen im Feriendorf arbeiten werden, hängt von der Zukunft des Parks ab. Seit Mai 2015 ist klar, dass Janssens das Hautgebäude samt Schwimmbad, Restaurant und Rezeption verkaufen will (HNA berichtete).

Der 60-Jährige will seinen Ruhestand in den Niederlanden genießen. Über das Maklerunternehmen RCM mit Hauptsitz in Bad Füssing (Bayern) wird das Areal für 395 000 Euro öffentlich angeboten.

RCM weist darauf hin, dass sich die jährlichen Einnahmen auf etwa 100 000 Euro belaufen - die Zahl sei vornehmlich das Resultat aus den Vermietungen von einem Teil der Ferienhäuser. Fast alle Häuser sind zwar in Privatbesitz, dennoch laufen mit 80 Eigentümern Verträge, die ihre Immobilie für Feriengäste anbieten.

Janssens will, dass noch mehr Hausbesitzer vermieten und dass der Park stärker ausgelastet ist. Um das zu erreichen, arbeitet er seit 1. Januar mit dem Unternehmen Novasol zusammen, das sich als Nordeuropas größter Ferienhausvermittler bezeichnet. Novasol bietet die Ferienhäuser im Frankenauer Park nun europaweit für Feriengäste an.

Interesse bei Käufern steigern

Die durch die Kooperation anvisierten steigenden Gästezahlen sollen laut Janssens dazu beitragen, dass seine Gebäude und die Übernahme des Geschäftsbetriebs im Feriendorf für potenzielle Käufer interessanter werden. Zugleich sollen die Arbeitsplätze der neuen Parkmanager aufrechterhalten werden. „Unser Ansinnen ist es, die Gebäude an jemanden zu verkaufen, der den Park weiter als Freizeitareal betreibt. Eine andere Nutzung macht auch wenig Sinn“, sagt Jan Ewertz von RCM. Jedoch könne niemand mit Sicherheit sagen, was ein neuer Eigentümer mit dem Feriendorf letztlich vorhabe.

Janssens wies gegenüber unserer Zeitung auch darauf hin, dass das Feriendorf als Ferienkomplex erhalten bleiben soll. Selbst unter einem neuen Eigentümer soll die Möglichkeit bestehen, dass die Parkmanager ihren Job behalten. Janssens könne sich auch vorstellen, dass Hanneke und Robert Wienk das Hautgebäude samt Schwimmbad, Restaurant und Rezeption selbst erwerben und das Feriendorf auf eigene Faust weiterführen. „Wir haben mit Herrn Janssens zunächst einen Angestelltenvertrag über sechs Monate geschlossen, um zu sehen, ob durch Novasol die Vermietungen anziehen. Danach können wir die Gebäude pachten oder kaufen und das Geschäft selbst weiterzuführen - wenn nicht vorher ein anderer Käufer zuschlägt“, sagt Robert Wienk.

Auch die Minigolfanlage und der Tennisplatz des Feriendorfs sollen verkauft werden. Mehr dazu und einen Kommentar zu dem Thema lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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