Strecke ab Sommer 2015 wieder in Betrieb

Bahnstrecke Frankenberg–Korbach: Zweites Gleis bei Viermünden geplant 

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Haltepunkt Viermünden: Um künftig Wartezeiten beim Umsteigen zu verkürzen, soll dort ein zweites Gleis für den Begegnungsverkehr gebaut werden. Kosten: 2,5 Millionen Euro.

Waldeck-Frankenberg. Um die Fahrpläne der für Sommer 2015 geplanten Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Frankenberg–Korbach besser aufeinander abzustimmen und die Wartezeiten zu verkürzen, soll ein zweites Gleis für Begegnungsverkehr in Viermünden gebaut werden. Kosten: 2,5 Millionen Euro.

„Um künftigen Fahrgästen und Besuchern eine schnelle Verbindung zwischen Waldeck-Frankenberg und den Ballungszentren Rhein-Main und Rhein-Ruhr zu ermöglichen, müssen die Fahrpläne so aufeinander abgestimmt werden, dass es bei Umsteigesituationen nicht zu langen Wartezeiten kommt“, erläuterte Landrat Kubat. Dies habe zum Teil Auswirkungen bis in die bauliche Infrastruktur. Sprich: Ein zweites Gleis werde nötig.

So plane der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 Neuregelungen bei diversen Verbindungen. Davon betroffen ist auch die Strecke Brilon/Wald–Dortmund, wo nach gegenwärtigem Stand der Dinge Wartezeiten von bis zu einer Stunde für Bahnreisende aus Waldeck-Frankenberg entstehen könnten. Dies wäre der Akzeptanz der Bahn eher abträglich, meinen die Beteiligten, deshalb wurden Möglichkeiten diskutiert, um eine derartige Situation zu vermeiden.

„Am sinnvollsten wäre die Einrichtung eines Kreuzungsbahnhofs in Viermünden“, sind sich Landrat, Nordhessischer Verkehrsverbund, Kurhessenbahn und Land Hessen einig, teilt der Landkreis mit. Das würde den Bau eines zweiten Gleises am Haltepunkt Viermünden erfordern, so dass Begegnungsverkehr möglich ist.

Dadurch würde der Verkehrsfluss insgesamt beschleunigt, so dass Bahnreisende in Brilon die Züge Richtung Dortmund ohne lange Wartezeiten beim Umsteigen erreichen könnten. Landrat Kubat und NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch sind überzeugt, dass der Bau eines Kreuzungsbahnhofs die Flexibilität bei der Nutzung der Gesamtstrecke, also über den Teilabschnitt Frankenberg–Korbach hinaus, erhöhen wird. Es wären bei Bedarf Sonderverkehre möglich, ein höheres Besucheraufkommen etwa bei Großveranstaltungen könnte leichter aufgefangen und der Einsatz von Güterverkehren einfacher realisiert werden.

„Die ursprünglich in Viermünden vorgesehene Park-and-Ride- bzw. Bike-and-Ride-Anlage wird zunächst zurückgestellt, zugunsten der Planungen für den Kreuzungsbahnhof“, erklärte Kubat. Dieser könnte im Dezember 2016 in Betrieb gehen. Unabhängig davon wird der Haltepunkt Viermünden für die Betriebsaufnahme im Sommer 2015 provisorisch hergerichtet. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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