Beamte setzen Tier erst im tiefen Wald wieder aus

Wildsau geht Polizei zweimal in die Falle

Stadtallendorf. Um kurz nach halb elf erreichte die Polizei die Meldung von einem verirrten, jungen Wildschwein im Garten eines Einfamilienhauses im Konrad-Adenauer-Ring in Stadtallendorf.

Das Tier fand den Weg in die Freiheit nicht mehr und ließ sich auch nicht heraus treiben. Noch während der Versuche, einen Jagdpächter oder Tierarzt zu erreichen, gelang es den Beamten, das junge Tier in eine grüne Tonne zu treiben. Dann folgte: Klappe zu, Tonne in den angrenzenden Wald und Tier freilassen.

Die Wildsau ignorierte jedoch die polizeiliche Maßnahme und die wieder gewonnene Freiheit, wartete kurze Zeit, kehrte dem Wald den Rücken und trottete nicht mal 30 Minuten später zurück in die Stadt.

Dazu wählte es die Niederkleiner Straße und fiel natürlich wieder auf. Sie lief an der Tankstelle im Süden der Straße den polizeilichen Tierfängern vom Vormittag direkt in die Arme. „Was einmal gut ging, klappt vielleicht noch mal“, dachten sich die Polizisten. Sie aktivierten eine blaue 150 Liter-Wassertonne mit Deckel und schafften es tatsächlich, dass Schwein erneut hinein zu treiben.

Zu dritt hievten sie die Tonne in den herbeigerufenen großen Streifenwagen und setzten den nunmehr angeordneten Verbringungsgewahrsam durch. Sie entließen das Tier erst in den Tiefen des Kirtorfer Waldes. (nh/mjx)

Quelle: HNA

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