Wildschweine im Kreis: Immer mehr werden erlegt

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Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der geschossen Wildschweine im Kreis steigt immer weiter an. „Wir erlegen bis zu 6000 Stück Schwarzwild pro Jahr“, berichtet Heinrich Engelhard, Vorsitzender der Jagdvereinigung Frankenberg. „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist das ein erneuter Anstieg.“

Die Interessengemeinschaft Schwarzwild schätzt die Zuwachsraten bei den Wildschweinen auf rund 300 Prozent pro Jahr. Über die Kreisgrenze hinaus sind die Zahlen noch extremer. „Beobachtet man einen längeren Zeitraum, wird klar, dass Anfang der 1960er-Jahre in Hessen gerade einmal 3500 Stück Schwarzwild erlegt wurden. 2012 werden es landesweit wohl knapp 75.000 Stück Schwarzwild sein“, sagt Engelhard. Die Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen nehmen aus Sicht des Geschäftsführers des Kreisbauernverbandes, Matthias Eckel, wegen der erhöhten Schwarzwildpopulation stark zu.

Die Gründe für die erhöhte Population sind aus Sicht der Jäger vielfältig. „Die Tiere haben mehr Eicheln, Bucheckern und Kastanien zum Fressen“, so Engelhard. „Gut genährte Tiere bringen mehr Frischlinge auf die Welt.“ Auch der verstärkte Anbau von Mais und Raps als Futtermittel für die Viehhaltung trage zur erhöhten Wildschweinpopulation bei. Die Jagd habe auf Wildschweine habe man daher in den vergangenen Jahren intensiviert. Eine Studie, die in einem Fachmagazin für Tierökologie veröffentlicht wurde, legt allerdings dar, dass gerade diese starke Bejagung zum Anstieg der Population führe. (dau)

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Quelle: HNA

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