Rede vor den Frankenberger Kaufleuten

Heß will Bürger mehr beteiligen

Frankenberg. Der designierte Frankenberger Bürgermeister Rüdiger Heß will die Bürger mehr an der Stadtpolitik beteiligen – insbesondere bei Themen, die die Einwohner unmittelbar betreffen. Das brachte Heß am Donnerstag in der Jahreshauptversammlung der Frankenberger Kaufleute zum Ausdruck.

Um ein Leitbild anzustoßen, soll deshalb schon am Dienstag, 17. April, eine Bürgerversammlung in der Ederberglandhalle stattfinden. „Dabei sollen die Menschen ihre Vorstellungen einbringen können“, sagte Heß. Und dabei müsse auch der demografische Wandel beachtet werden. Allein den vergangenen Jahren habe Frankenberg 571 Einwohner verloren, merkte Heß an.

Ein trübes Bild zeichnete Heß in Sachen Finanzen der Kommunen: „Die Finanzlage wird in den nächsten Jahren nicht besser, sondern noch schlechter“, meinte Heß. Deshalb sei es wichtig, die Stadt mit einem vernünftigen Konzept weiterzuentwickeln und nach vorne zu bringen. Vor allem der Bahnhof sei in einem desolaten Zustand: „Dort besteht Handlungsbedarf.“ Aber auch die Bremer Straße und die Straße Auf der Nemphe seien in einem Zustand, „der nicht gefällt“.

An der Sanierung der Bahnhofstraße will Heß nichts ändern: „Die Bagger rollen bereits“ – auch wenn er sich beim Modehaus Eitzenhöfer eher einen Kreisverkehr hätte vorstellen können. „Dort ist der Eingang zur Fußgängerzone“, merkte der künftige Bürgermeister an.

Kritik am Frankenberger Tor

Kritische Worte fand Heß erneut zum geplanten Frankenberger Tor: „Ich wünsche mir dieses Projekt nicht in der Röddenauer Straße. Das gehört zur Fußgängerzone.“ Eine weitere Befürchtung von Heß: „Eine Anbindung vom Frankenberger Tor zur Fußgängerzone wird nicht funktionieren.“ Die Altstadt bezeichnete Heß als „Aushängeschild“ der Stadt: „Dort müssen Investoren, Gastronomen und Kaufleute eng zusammenarbeiten.“ (zgm)

Quelle: HNA

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