Fortsetzung im nächsten Jahr

Willersdorf: Viel los beim ersten Grenzgang seit 1994

Durch Felder und Wiesen: Bei ihrer Wandertour entlang der Grenzen nach Dörnholzhausen und Haina konnten die Grenzgänger auch die herrliche Aussicht auf ihr Heimatdorf genießen. Fotos: mjx

Willersdorf. „Lerne deine Heimat kennen": Unter diesem Motto stand der Grenzgang im 620-Seelen-Dorf Willersdorf.

Zur ersten Wanderung entlang der Ortsgrenzen nach mehr als zwei Jahrzehnten hatte die Feuerwehr mit ihrem Vorsitzenden Horst Schmidt für Samstag eingeladen. „Der bislang letzte Grenzgang fand 1994 anlässlich der 700-Jahr-Feier unseres Dorfes statt“, erinnerte Ortsvorsteher Willi Hildebrandt beim Start am Feuerwehrgerätehaus.

„Grenzgang Marsch“, hieß es um Punkt 11 Uhr, und 70 Grenzgänger machten sich auf die acht Kilometer lange Strecke. Darunter waren auch Familien mit Kind und Kegel. „Jung und Alt sind dabei“, registrierte auch Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß das große Interesse der Bevölkerung. Auch der Bürgermeister hatte sich die Wanderstiefel geschnürt. „Die Feuerwehr ist nicht nur zum Löschen da“, freute er sich über das Engagement der Brandschützer, den Grenzgang wieder ins Leben zu rufen.

Durch Felder und Flure, Wiesen und Wälder wurden die Grenzen zum Dorf Dörnholzhausen und auch zur Gemeinde Haina abgegangen. Unterwegs mussten so mancher Strauch und so mancher umgefallene Baum überwunden werden. Wanderführer waren Heinz Krähling und Hans Ungemach. Eine Landkarte hatten sie kaum nötig, sie kennen die Wege rund um ihr Heimatdorf wie aus der Westentasche.

Zweiter Teil im nächsten Jahr

Die Grenzen rund um Willersdorf sind insgesamt 16 Kilometer lang. Am Samstag wurden die ersten acht Kilometer in Angriff genommen, im kommenden Jahr soll der zweite Teil der Willersdorfer Grenzen abgewandert werden, unter anderem die Grenze zum Nachbardorf Bottendorf. „Es wurde Zeit, nach mehr als zwei Jahrzehnten die Grenzen wieder einmal abzugehen“, sagten die beiden Wanderführer. Mit großer Sorgfalt hatten sie den Grenzgang ausgearbeitet.

Etliche Gemarkungen rund um Willersdorf wurden den Grenzgängern wieder in Erinnerung gerufen: Unter anderem ging es durch die Trift, den Holzbock und auch durch den Höllgraben und die Gemarkung Linnerberg. Auf der rund drei Stunden dauernden Tour entlang der Grenzen wurden zwei Pausen eingelegt - die erste am 443 Meter hohen Knebelsrod. Der Knebelsrod ist die höchste Erhebung im Burgwald. Dort hatten die Grenzgänger eine herrliche Weitsicht über das Frankenberger Land bis in das Sauerland und auch in den Kellerwald hinein. Auch Fürstenberg im Waldecker Land war zu sehen.

Für die Verpflegung hatte die Feuerwehr gesorgt. „Die Spenden für Speisen und Getränke sollen für die Jugendfeuerwehr verwendet werden“, sagte Willersdorfs Feuerwehrvorsitzender Horst Schmidt. Mit einem unterhaltsamen Beisammensein am Ziel am Feuerwehrgerätehaus klang der Grenzgang aus. (mjx)

Quelle: HNA

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