Willershausen

Gehörloses Kind wird besser vor Verkehrs-Gefahren geschützt

Vorsicht, gehörloses Kind: Hermann Zölzer mit dem dreijährigen Julius und Karl Hecker vom Heimat- und Verschönerungsverein bitten die Verkehrsteilnehmer um vermehrtes Aufpassen.

Willershausen. „Vorsicht, gehörloses Kind! Bitte Schritttempo fahren“: Vier Warnschilder mit diesem Text wurden jetzt von Hermann und Rebecca Zölzer, den Eltern des dreijährigen Julius, in der Straße Grabenacker in Willershausen aufgestellt. Dadurch erhoffen sie sich die besondere Vorsicht aller Verkehrsteilnehmer.

Julius Zölzer ist von Geburt an gehörlos. Es wurde festgestellt, dass er keine Hörnerven besitzt und daher keine Möglichkeit besteht, Laute und Töne aufzunehmen. Eine Operation ist bei ihm nicht möglich.

Deshalb haben seine Eltern beschlossen, zusammen mit ihrem Kind bei einem Gebärdendolmetscher die Gebärdensprache zu erlernen.

Seit März 2013 besucht Julius die Integrative Kindertagesstätte in Gemünden. Auch hier wird er täglich vom Gebärdendolmetscher begleitet, der ihn bei der Kommunikation mit hörenden Kindern und Betreuern unterstützt. Die Kosten für den Dolmetscher übernimmt der Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Marise Moniac

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare