FWG in Gemünden

Von Windkraft- und Kläranlagen

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Mitglieder der Kreistagsfraktion der Freien Wählergemeinschaft haben sich in Gemünden über die alte Kläranlage und die Pläne für einen Neubau informiert.

Gemünden - Über Windkraft und Klärwerk haben sich Kreispolitiker der Freien Wähler an der Wohra informiert.

Windkraft und Kläranlage - es sind zwei große Themen, die die Gemündener Kommunalpolitik seit Jahren beschäftigen. Die den Wahlkampf geprägt haben. Und die auch Kreistagsabgeordnete interessieren. Die Fraktionsmitglieder der Freien Wählergemeinschaft um ihren neuen Vorsitzenden Heinrich Hofmann und den Kreisvorsitzenden Uwe Steuber besuchten daher die Stadt an der Kreisgrenze.

Zuallererst wollten sie aber Frank Gleim gratulieren - zu seinem souveränen Wahlsieg. Spürbar, dass sie ihn als Mitglied der Bürgerliste und damit einer Wählergemeinschaft durchaus als einen der ihren betrachten. Besonders mit Blick auf die Windkraft zeigte sich hingegen der Rathauschef durchaus unglücklich. Die Politik, die Bevölkerung stünde hinter dem Projekt, „wie werden fast täglich gefragt, wann es denn endlich losgeht“, sagte er - doch passieren würde derzeit nichts. Grund sind weitere Stellungnahmen, die die Genehmigungsbehörde einfordert (FZ berichtete exklusiv). „Ich habe da nicht für alles Verständnis“, klagte Gleim - etwa, dass der Bodendenkmalschutz nach möglicherweise vorhandenen, weiteren Wüstungen frage. „Dabei drängt die Zeit“, sagte der Gemündener Rathauschef: Für einen frühzeitigen Baustart müssen die Bäume in diesem Winter gefällt werden.

Kampf gegen Kreisumlage

Unglücklich zeigte er sich auch mit dem Blick auf eine mögliche erneute Steigerung der Kreisumlage: „Unter den derzeitigen Vorzeichen ist es nach meinem Büroleiter so gut wie unmöglich, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen“, sagte Gleim. Uwe Steuber versprach, im Kreistag vehement gegen eine Erhöhung der Kreisumlage zu kämpfen. Dafür wolle die Fraktion den gesamten neuen Haushalt durchkämmen - und besonders bei den Punkten Kreiskrankenhaus, Medizinisches Versorgungszentrum sowie Zugstrecke zwischen Frankenberg und Korbach den Stift ansetzen.

Positiver war die Stimmung an der Kläranlage - auch wenn sich die Fraktionsmitglieder der FWG angesichts des Alters und des Zustands der Anlage schockiert zeigten. „Also ich habe ja schon alte Anlagen, aber das...“, sagte Steuber, der auch Bürgermeister von Lichtenfels ist. Gleim erläuterte den Kreispolitikern die Probleme im Ausschreibungsverfahren. Er erklärte auch die alten Pläne für die Anlage - und dass durch die neue, offenere Art der Ausschreibung noch nicht feststehe, welche Technik künftig für die Klärung der Abwässer sorgt. Auch die Arbeit der Lahn-Eder-Diemel-Abwasser GmbH für das Projekt kam auf den Tisch.

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