Bau des Windparks in Gemünden verzögert sich

Windpark: In Gemünden sind elf Windräder zwischen Schiffelbach und Gemünden geplant. Allerdings verzögert sich der Baubeginn, weil immer noch keine Genehmigung vorliegt. Foto: dpa

Gemünden. Der Windpark in Gemünden wird wohl erst Ende 2015 in Betrieb gehen. Das bestätigte jetzt der Betreiber des Windparks.

Das Datum, Ende 2015, nannte Stefan Schaller, Geschäftsführer des Verbands-Energie-Werks (VEW, Gesellschaft für Erneuerbare Energien) auf Anfrage der HNA. Die VEW wird den Windpark betreiben.

Anfang 2014 hatte sich die VEW noch optimistisch gezeigt. „Wir gehen fest davon aus, dass dieses Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden kann", hieß es damals. Bislang sind aber noch nicht einmal die Baumfällarbeiten gestartet, da eine Baugenehmigung noch aussteht.

Gründe für die Verzögerungen sind laut VEW-Geschäftsführer Stefan Schaller unter anderem offene Fragen beim Denkmal- und Naturschutz.

„Momentan gehen wir von einer Inbetriebnahme Ende 2015 aus“, sagt Stefan Schaller. Der Geschäftsführer der VEW begründet die Verzögerungen beim Bau des Windparks in Gemünden mit „verschiedenen Nachforderungen seitens der Behörden“. Zwar laufe das Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz bereits. „Es fällt aber auf, dass die Forderungen der Genehmigungsbehörden hinsichtlich des Untersuchungsaufwandes beim Denkmal-, Boden-, und Naturschutz immer weitreichender werden“, sagt Schaller.

Anfang des Jahres 2014 seien zudem Fragestellungen bezüglich einer Tiefflugzone der Bundeswehr aufgeworfen worden, die eigentlich geklärt schienen. „So wurde Ende Januar die Genehmigungsfähigkeit des gesamten Standortes in Frage gestellt. Diese Probleme sind nach derzeitigem Kenntnisstand ausgeräumt, haben aber zu einer zeitlichen Verzögerung bei der Einreichung des Genehmigungsantrages geführt“, sagt der VEW-Geschäftsführer.

Schaller berichtet, dass die Genehmigung für den Bau des Windparks nach Bundes-Immissionsschutzgesetz vom Regierungspräsidium Kassel erteilt werde. „Wir hoffen, dass Anfang 2015 die Rodungsgenehmigung vorliegt, so dass noch im Februar 2015 gerodet werden kann. Rodungsarbeiten dürfen gemäß Naturschutzauflagen nur im Winter erfolgen. Mit Erhalt der Genehmigung werden parallel zu den Rodungsarbeiten die Arbeiten für Erschließung und Netzanbindung begonnen“, so Schaller.

Von Philipp Daum 

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Quelle: HNA

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