Wingertsberg: Bis zu 40 Asylbewerber in ehemaligem Altenheim

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Neue Nutzung: In diesem ehemaligen DRK-Seniorenheim Am Wingertsberg in Battenberg leben derzeit 13 Asylbewerber - bis zu 40 können es werden.

Battenberg/Laisa. Bis zu 40 Asylbewerber können im ehemaligen DRK-Altenheim am Wingertsberg in Battenberg untergebracht werden. Kurzfristig, bei einem Wechsel der Belegung, können auch 50 Personen dort untergebracht werden.

Das ist das Ergebnis eines Ortstermins mit Vertretern des Battenberger Magistrats, der Leiterin des Kreissozialamtes, Marion Bayan, der Frankenberger Sachbearbeiterin, Irmgard Eckel, und DRK-Kreisgeschäftsführer Christian Peter.

Bisher wohnen 13 Frauen und Männer im Erdgeschoss und Teilen des Untergeschosses des ehemaligen Altenheimes. Die Flüchtlinge kommen überwiegend aus Eritrea. „Das funktioniert bisher problemlos“, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel der HNA auf Anfrage.

Um weitere Menschen dort unterzubringen, sind bauliche Änderungen am Gebäude erforderlich. Unter anderem sollen Duschen und Gemeinschaftsräume entstehen. Ergebnis des Ortstermins sei gewesen, dass das Haus am Wingersberg „hervorragend“ als Unterkunft für Flüchtlinge geeignet sei, sagte Horsel.

Zur Betreuung der Asylbewerber will das DRK eine halbe Stelle schaffen. Es werde also täglich ein Ansprechpartner vor Ort sein. Außerdem werde die Asylbeauftragte des Landkreises regelmäßig am Wingertsberg vorbeischauen, sagte Bürgermeister Horsel. Vertreter beider Kirchen hätten Unterstützung zugesagt, ebenso die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde aus Allendorf-Eder. Sportliche Aktivitäten seien auf nahe gelegenen Plätzen möglich. Die Asylbewerber könnten sich auch gern an die Stadt oder an die Vereine wenden, sagte Horsel.

Das Haus am Wingertsberg sei nun für drei Jahre als Asylbewerberheim genehmigt. „Dann sieht man weiter“, so der Bürgermeister.

Die Stadt Battenberg hat sich bereit erklärt, interessierte und geeignete Asylbewerber auf dem Bauhof gemeinnützig zu beschäftigen. „Die Bewerber erhalten pro Arbeitsstunde 1,01 Euro ausgzahlt“, sagte Heinfried Horsel.

Weniger optimisch sieht Horsel die geplante Asylbewerber-Unterkunft in Laisa. „Da muss einfach zu viel gemacht werden, erklärte der Battenberger Bürgermeister. Der Vorschlag solle aber gleichwohl „weiter geprüft werden“. (off)

Quelle: HNA

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