Geld geht in Lifte und Verbesserung der Schneesicherheit

Winterberg investiert zehn Millionen Euro

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Bald kann der Winter kommen. Unser Bild zeigt die aktuelle Baustellen vom Lift am Poppenberg in Winterberg.

Winterberg. Eine gute Portion Schnee bis in die mittleren Lagen hat es schon gegeben. Unterdessen laufen die Arbeiten an den Winterberger Baustellen nach Plan. Rund 10 Millionen Euro investieren die Skigebiete in moderne Lifte und Schneesicherheit.

Seit einigen Tagen produziert die Scherbeneisanlage im Skigebiet Ruhrquelle etwas Kunstschnee. So ist ein kleines Schneedepot entstanden, das in der kommenden Woche ausgebracht werden soll.

Die Arbeiten am „neuen“ Vierer-Sessellift sind noch nicht abgeschlossen. Ganz neu ist der Lift nicht. Eine gebrauchte Sesselbahn im Skiliftkarussell hat ihren Platz gewechselt und wird an der Ruhrquelle aufgebaut. Mitte Dezember soll alles fertig sein. Die Bereitstellung der ersten kleinen Kunstschneepiste wird darum von einem Förderband begleitet. Außer einem Sessellift hat das Skigebiet Ruhrquelle noch einen erweiterten Speicherteich für die Beschneiung bekommen.

Große Projekte gab es erneut im Skiliftkarussell Winterberg. Am Poppenberg ist der zweite Achter-Sessellift in Deutschland entstanden. Der erste wurde vor vier Jahren ebenfalls im Skiliftkarussell, am gegenüberliegenden Sürenberg, gebaut. Nicht weit davon entfernt steht nun auch eine neue Sechser-Sesselbahn an der Abfahrt Bühre-Herrloh. Beide Lifte haben eine ausgeklügelte Technik, die die Einfahrt der Sessel in den Berg- und Talstationen verlangsamt. Zudem fahren die Sessel etwas schneller als herkömmliche, fix geklemmte Bahnen. So wollen die Betreiber die Wartezeiten an den Einstiegen verkürzen. Das Skiliftkarussell Winterberg hat zwölf Sessellifte, zehn davon sind kuppelbar. Damit ist das Skiliftkarussell das modernste Skigebiet in Deutschland.

Eine dritte Baustelle befindet sich an der Winterberger Astenstraße, ebenfalls im Skiliftkarussell. Die Viererbahn hat zuvor an der Abfahrt Bühre-Herrloh gestanden. Sie dient künftig zum Auftransport für Skifahrer und Rodler. Zwei alte Schlepplifte mussten darum weichen.

Damit die Pisten im Skiliftkarussell möglichst schnell mit einer dicken Schneeschicht bedeckt sind, brauchen die Betreiber ausreichende Wasserreserven. Am Winterberger Bremberg vergrößern sie den vorhandenen Speicherteich. Neue, energieeffizientere und leisere Schnee-Erzeuger ergänzen die Beschneiungsanlagen in vielen Skigebieten. So zum Beispiel in Willingen, Winterberg, Neuastenberg und Altastenberg.

Mit einem „echten“ Saisonstart rechnen die Liftbetreiber nicht vor dem zweiten Adventswochenende. Regulär gehen die Skigebiet von einer Saison vom etwa Mitte Dezember bis weit in den März hinein aus.

Quelle: HNA

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