Neues Konzept beim Reit- und Fahrverein

„Wir haben einen Glücksgriff getan“

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Der Reit- und Fahrverein aus Gemünden hat in die Zukunft investiert. Mit Fauve de Bruyn-Taylor steht dem Reitnachwuchs eine ausgebildete Pferdewirtin zur Verfügung.

Gemünden. - Der Reit- und Fahrverein aus Gemünden hat, um die eigene Nachwuchsarbeit zu verbessern, eine Halbtagsstelle für eine Reitlehrerin ausgeschrieben. Ein Konzept, das aufzugehen scheint.

Bei einem Tag der offenen Tür haben die Reitschüler des Reit- und Fahrvereins aus Gemünden ihr Können präsentiert. Insgesamt 23 Kinder und Jugendliche von vier bis 19 Jahren erhalten im Verein Reitunterricht.

Leider sei es in der Vergangenheit immer schwieriger geworden, den Unterricht, der unter der Woche immer am Nachmittag gegeben wird, mit ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern abzudecken, erklärt der Vorsitzende Reiner Möbus. Darunter hat die Jugendarbeit sehr gelitten. „Da aus diesem Grund das Training zu kurz kam, konnte unser Reiternachwuchs häufig nicht an Turnieren und Reiterwettbewerben teilnehmen.“

Unterricht seit Juli

Jetzt soll Fauve de Bruyn-Taylor die Jugendarbeit wieder voran bringen. Seit Juli unterrichtet die ausgebildete Pferdewirtin als festangestellte Reitlehrerin 13 Schüler täglich im Einzelunterricht. „Auch ein neues Pferd haben wir angeschafft“, erzählt Möbus: „Glen ist ein völlig unverdorbenes frisches Pony.“

Ein zweites Vereinspferd sei notwendig gewesen, um der großen Nachfrage nach Unterricht nachkommen zu können. Gemeinsam mit Familie Bornemann, die mit eigenen Pferden aktuell zehn Reitschüler unterrichtet, will der Reitverein demnächst wieder in der vordersten Liga bei regionalen Reitsportwettbewerben mitmischen.

„Mit Fauve haben wir einen Glücksgriff getan. Die Chemie zwischen ihr und den Reitschülern stimmte sofort. Sie macht einen ganz tollen Unterricht, mit sehr viel Einfühlungsvermögen für Mensch und Tier“, lobt der Vorsitzende.

Es sei eine mutige Entscheidung gewesen, als Verein eine Halbtagsstelle für eine Reitlehrerin zu besetzen. „Und eine gute: denn Dank der Zuschüsse vom Kreis, vom Landessportbund sowie Schule und Stadt steht am Ende für den Verein eine schwarze Null“, sagt Möbus stolz. Auch für die 22-jährige Fauve ist die Stelle ein Glücksgriff. „Ich habe hier sehr viele nette Menschen kennengelernt, die mich bei meiner Arbeit unterstützen“. Im Mittelpunkt ihres Unterrichts stehen der Reitschüler und das Pferd. „Wenn sich zwischen beiden eine Harmonie entwickelt, habe ich sehr viel Freude daran. Diese aufzubauen, liegt mir sehr am Herzen.“

Bereits vor ihrer Ausbildung beim Landgestüt in Dillenburg habe sie Reitunterricht in Frankreich gegeben. „Ich arbeite sehr gern mit Menschen und mit Pferden zusammen.“ Neben den Reitvorführungen hatten die Kinder am Nachmittag im Rahmen der Ferienspiele die Möglichkeit, an einem Pferde-Quiz und einem Geschicklichkeitswettbewerb teilnehmen. Viel Spaß machte den jungen Besuchern das Bemalen der beiden Vereinspferde Glen und Cara-Mia mit Fingerfarbe, um sich anschließend mit den lebendigen Kunstwerken vor einer aufwendig gestalteten Dekowand fotografieren zu lassen. Weitere Aktionsangebote waren auch Ponyreiten und Kutschefahren. (zek)

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