Jahreshauptversammlung der Frankenberger Feuerwehren

"Wir halten einigermaßen den Stand"

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Beförderungen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der städtischen Feuerwehren im Hauberner Dorfgemeinschaftshaus.

Frankenberg-Haubern - Damit jederzeit genügend Helfer in den Einsatzabteilungen bereit stehen, sollen die Freiwilligen künftigen in zwei Wehren aktiv sein können. Mit diesem Thema wollen sich die Wehrführer beschäftigen, kündigte Stadtbrandinspektor Martin Trost während der gemeinsamen Sitzung der Einsatzabteilungen in Haubern an.

In Frankenberg werde es schon praktiziert, sagte Martin Trost: Wer aus einem anderen Ort kommt, aber in der Illerstadt arbeitet, wird bei Einsätzen mitalarmiert. Das soll eine ausreichende Zahl an Helfern sicherstellen.

Dieses Vorgehen will der Stadtbrandinspektor ausweiten - wer beispielsweise beruflich in Wangershausen beschäftigt ist, könnte dort mit der Wehr ausrücken. „Das werden wir auf der nächsten Wehrführer-Sitzung besprechen.“ Insgesamt haben die 13 Einsatzabteilungen derzeit 329 aktive Mitglieder - 293 Männer und 36 Frauen. „Wir halten einigermaßen den Stand“, merkte Martin Trost an.

Der Nachwuchs engagiert sich in zehn Jugendfeuerwehren mit 124 Mitgliedern und in der noch jungen Viermündener Kindergruppe.

Die Beteiligung an Lehrgängen sei 2012 besser als im Vorjahr gewesen, lobte der Feuerwehrchef. Insgesamt wurden 30 Lehrgänge und Seminare auf Kreisebene, 28 Kurse in der Landesfeuerwehrschule und sieben Lehrgänge bei privaten Anbietern besucht.

Insgesamt 115-mal sind die Wehren im vergangenen Jahr ausgerückt, allein 83-mal wegen Hilfeleistungen - davon zwölf Unfälle. 34-mal brannte es. Hinzu kamen sieben Brandsicherheitsdienste und immerhin 31 Fehlalarme. Vier Personen wurden tot geborgen. Insgesamt wurden zehn Menschen gerettet und 32 verletzt.

„Die Ausstattung der Feuerwehr mit technischem Gerät, Schutzkleidung und Fahrzeugen ist als gut zu bezeichnen“, erklärte Martin Trost weiter. Mitunter müssten Anschaffungen aber auch kritisch hinterfragt werden: „Wir gehen mit Steuergeld um. Jede Beschaffung wird abgewägt.“

Für die Einsätze stünden 24 Fahrzeuge und drei Anhänger zur Verfügung. Trost blickte auch auf die Stadtpokalwettkämpfe in Friedrichshausen zurück. Sieger waren die Frauen aus Viermünden vor zwei weiteren Teams, die beide ebenfalls aus Viermünden kamen.

„Für mich gehört es sich, dass jeder, der ein Haus hat, auch Mitglied in der Feuerwehr ist“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß. Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick dankte den Feuerwehrleuten, die bei der Katastrophenschutzübung in Rodenbach geholfen hatten. In diesem Jahr werde der Digitalfunk eingeführt. Manfred Hankel, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, nannte die Frankenberger Wehren eine „tragende Säule im Landkreis.“ Auch Hauberns Ortsvorsteher Karl-Heinz Wolski, selbst aktiver Feuerwehrmann, begrüßte die Gäste im Dorfgemeinschaftshaus. (da)

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