Erste Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft

"Wir sind in aller Munde"

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Die Mitglieder der Verbandsversammlung, (sitzend v.l.) Norbert Bötzel, Karl-Friedrich Frese, Dirk Hofmann, Claus Junghenn und Protokollantin Sabrina Lehmensiek; (Hinten v.l.) Hilmar Koch, Claus Jürgen Müller, Harald Huneck, Dennis Majewski, Mario Strieder, Günter Pez, Friedhelm Jakobi als Stellvertreter von Klaus Hofmann und Wolfgang Wichmann. Foto: Mark Adel

Bromskirchen - Dirk Hofmann (CDU) aus Allendorf ist Vorsitzender der Verbandsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Allendorf/Bromskirchen. Am Dienstagabend tagte das neunköpfige Gremium zum ersten Mal.

In der Verbandsversammlung sitzen Vertreter beider Kommunen. Wie berichtet, bilden Allendorf und Bromskirchen ab dem 1. Januar 2015 eine Verwaltungsgemeinschaft.

Dirk Hofmann (CDU) aus Allendorf ist in der Sitzung einstimmig zum Vorsitzenden gewählt werden. Er betonte, dass er auf eine konstruktive Zusammenarbeit setze. „Lassen Sie uns alle an einem Strang ziehen“, sagte Hofmann. Erster Stellvertreter ist Wolfgang Wichmann (BL Bromskirchen) aus Bromskirchen, zweiter Stellvertreter Klaus Hofmann (SPD) aus Allendorf. Die weiteren Mitglieder sind für die Gemeinde Bromskirchen Dennis Majewski (BL Somplar) und Harald Huneck (UBL). Für die Gemeinde Allendorf sitzen im Gremium Claus-Jürgen Müller (CDU), Hilmar Koch und Günter Pez (BL Ortsteile), Klaus Hofmann und Mario Strieder (SPD).

Schriftführerin ist Sabrina Lehmensiek von der Gemeinde Bromskirchen, Stellvertreter ist Hartmut Kroll. Der Vorstand besteht aus den Bürgermeistern Karl-Friedrich Frese und Claus Junghenn, als weiteres Mitglied wurde der Allendorfer Parlamentschef Norbert Bötzel (BL Ortsteile) in den Vorstand gewählt. Er wurde von Dirk Hofmann vereidigt.

Am Dienstag wurde Klaus Hofmann von Friedhelm Jakobi vertreten, der als ältestes Mitglied die Sitzung eröffnete und die Wahlen leitete.

Die Zusammenlegung der Verwaltungen habe hessenweit Beachtung gefunden, berichtete Karl-Friedrich Frese. „Wir werden überall darauf angesprochen.“ Gestern referierten er und Junghenn bei einer Tagung der kommunalen Spitzenverbände in Pohlheim über die Verwaltungsgemeinschaft. „Wir sind in aller Munde“, bestätigte Claus Junghenn.

Er warnte zugleich vor zu hohen Erwartungen. „Wir sind erst am Anfang unserer Verwaltungsgemeinschaft. Die Lorbeeren müssen wir uns erst noch verdienen.“ Der Grundstein dafür sei jedoch gelegt.

Nun gehe es an die Auftreilung der Ressorts, das Zusammenführen von Arbeitsbereichen und Mitarbeitergespräche. „Bis die Verwaltungsgemeinschaft richtig funktioniert, wird noch viel Zeit ins Land gehen.“

Unter anderem sind die Mitarbeiter befragt worden, wie sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen. Als Beispiel nannte Junghenn das Kassenwesen, das die Allendorfer Verwaltung schon vor fünf Jahren für Bromskirchen übernommen hat. „Erst waren es zwei Stellen, jetzt kann es auf 1,5 bis 1,7 Stellen reduziert werden“, sagte der Allendorfer Bürgermeister.

Innenministerium sagt„namhafte Förderung“ zu

Er betonte auch, dass es weiterhin in beiden Gemeinden Anlaufstellen für Bürger gebe, also beispielsweise ein Bürgerbüro.Vorerst bleiben aber beide Gemeindeverwaltungen in der bisherigen Form bestehen.

Die Zusammenarbeit beider Kommunen werde durch das Land Hessen gefördert, berichtete Karl-Friedrich Frese. Das Innenministerium habe eine „namhafte Förderung“ bewilligt, der Bescheid werde in Kürze übergeben. Es seien durch die Zusammenarbeit bereits einige Synergieeffekte erkennbar, berichtete der Bromskirchener Bürgermeister weiter.

So hat die Gemeinde Bromskirchen ein Comupterprogramm für das Gewerbeamt gekündigt. Jährlich werden 500 Euro gespart. Die Zusammenführung eines Datenverarbeitungsverfahrens spart 1000 Euro im Jahr. Auch für weitere EDV-Verfahren sei eine Reduzierung der Ausgaben absehbar, sagte Frese.

Beide Gemeinden stellen einen eigenen Haushalt auf, zusätzlich wird ein Haushalt für die neue Verwaltungsgemeinschaft erstellt. Im Bromskirchener Etat verbleiben die Personalkosten für den Bürgermeister, den Bauhof und die Kindertagesstätte, aber nicht für die Mitarbeiter der Verwaltung. Sie werden Haushaltsplan der Verwaltungsgemeinschaft eingeplant.

Aus den beiden Gemeindehaushalten wird schließlich der erste Verbandshaushalt aufgestellt. (da)

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