Abschlussfeier der Hans-Viessmann-Schule

Für Wissen nun selbst verantwortlich

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Die Absolventen der Fachschule für Maschinentechnik erhielten gemeinsam mit den Auszubildenden, die ihre Prüfung vorgezogen haben, ihre Abschlusszeugnisse.Fotos: Marco Steber

Frankenberg - Ein neuer Lebensabschnitt hat für rund 100 Auszubildende und 26 Absolventen der Fachschule für Maschinentechnik der Hans-Viessmann-Schule begonnen. Am Mittwoch haben sie ihr Zeugnis erhalten.

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen - man weiß nie was man kriegt“, dieses Zitat aus dem Film Forest Gump gilt auch für die Absolventen - darunter Techniker, Bankkaufleute, Fertigungsmechaniker, Fachinformatiker, Elektroniker, Industriemechaniker, Mechatroniker, Produktdesigner, Werkzeugmechaniker und Zerspanungsmechaniker - der Hans-Viessmann-Schule.

Mit dem Abschluss liegt ein Lebensabschnitt hinter ihnen und ein neuer beginnt, in dem sie vor vielen Veränderungen stehen. Passend dazu eröffnete das Orchester der Edertalschule unter der Leitung von Markus Wagener die feierliche Verabschiedung in der Ederberglandhalle mit dem musikalischen Thema aus „Forrest Gump“.

„Mit der abgeschlossenen Ausbildung haben sie das Fundament für ihre weitere berufliche Tätigkeit gelegt“, sagte Schulleiter Carsten Placht. Die Ausbildung werde Türen öffnen. Der Schulleiter wandte sich auch an die 26 Absolventen der Fachschule für Maschinentechnik, die vier Jahre lang - zusätzlich zum Berufs- und Familienalltag - an drei Tagen pro Woche in der Hans-Viessmann-Schule verbracht haben. „Ihre Leistung nötigt mir absoluten Respekt ab“, sagte Placht.

Durch Vielfalt Herausforderungen meistern

Der Schulleiter spannte in seiner Ansprache aber auch den Bogen zu aktuellen politischen Ereignissen, wie den Anschlägen in Paris oder den Pegida-Demonstrationen. Vielfältige Bildung und Bildung der Vielfalt sei der Schlüssel, mit dem sich viele Herausforderungen lösen ließen. „Die Hans-Viessmann-Schule wird auch weiterhin ihren Beitrag dazu leisten“, sagte er

Bürgermeister Rüdiger Heß sieht das Zeugnis der Absolventen als „Chance für das Berufsleben. Die Wissensvermittlung ende aber nicht mit dem Zeugnis und künftig seien die Absolventen selbst dafür verantwortlich. „Der Spaß am Lernen ist die Voraussetzung für Erfolg“, sagte der Rathauschef.

Duales Studium als strategischer Vorteil

Für die Ausbildungsbetriebe richtete Andreas Koch, kaufmännischer Leiter der Firma Frank in Reddighausen, seine Worte an die Absolventen. Er bezog sich vor allem auf die Möglichkeiten, die ein duales Studium bietet: Dieses sei ein strategischer Wettbewerbsvorteil der deutschen Wirtschaft. Er rief die Absolventen dazu auf, den Mut aufzubringen, sich selbst und ihre Umwelt zu verändern, sich aber dabei selbst treu zu bleiben. Ähnliche Worte fand Helmut Wolf, der für die Lehrer zu den Absolventen sprach: „Nutzen sie die Gelegenheit der Veränderung, wenn sie ihnen geboten wird und wenn sie das auch wollen“.

Johannes Keller, Absolvent der Fachschule für Maschinentechnik verglich die Zeit an der Hans-Viessmann-Schule mit einer Zugfahrt bei der zu Beginn ganz unterschiedliche Menschen „einsteigen“, die aber alle ein gemeinsames Ziel vor Augen haben. „Wir haben uns alle ein großes Stück weiterentwickelt“, sagte er.

Sabrina Seidl mit Traumnote

Drei der Absolventen haben sich durch besondere Leistungen hervorgetan: Jens Otto (Fachschule für Maschinentechnik) erreichte die Abschlussnote 1,2. Lukas Engelbach verlässt die Hans-Viessmann-Schule als Werkzeugmechaniker mit einem Notendurchschnitt von 1,1. Die Traumnote 1,0 erzielte Sabrina Seidl, die ihre Ausbildung zur technischen Produktdesignern abgeschlossen hat.

Jens Otto hat bereits weitere Ziele vor Augen. Sein Wunsch ist es, Projektleiter bei Viessmann zu werden. Die vier Jahre an der Hans-Viessmann-Schule seien stressig aber auch spaßig gewesen, sagt er. „Es hat mir viel Freude bereitet.“ Für seinen Berufswunsch müsse er aber noch mehr Erfahrung sammeln. Den Grundstein dafür haben er und seine Mitschüler mit dem Abschluss gelegt. (ste)

Die Namen aller Absolventen lesen Sie morgen in der gedruckten Freitagsausgabe der Frankenberger Zeitung.

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