Investor stellt Pläne für Stellplatz vor

Wohnmobile an der Frankenauer Kellerwaldhalle?

Kellerwaldhalle Frankenau: Ein Investor möchte auf diesem Areal an der Wolfskaute bis zu  14 Wohnmobilstellplätze schaffen und dort auch ein Wohnhaus bauen. Im Hintergrund ist die Kultur-Arche zu sehen.
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Kellerwaldhalle Frankenau: Ein Investor möchte auf diesem Areal an der Wolfskaute 14 Wohnmobilstellplätze schaffen und dort auch ein Wohnhaus bauen. Im Hintergrund ist die Kultur-Arche zu sehen.

Die Stadt Frankenau hat eine Kaufanfrage für eine Grundstücksfläche an der Kellerwaldhalle bekommen. Der potenzielle Käufer möchte dort möglicherweise einen Stellplatz für Wohnmobile bauen.

Frankenau – Ein Investor aus der Region möchte an der Frankenauer Kellerwaldhalle bis zu 14 Wohnmobilstellplätze einrichten. Der selbständige Handelsvertreter, der zunächst noch anonym bleiben möchte, hat seine Pläne jetzt in einer gemeinsamen Sitzung des Frankenauer Haupt- und Finanzausschusses und des Umwelt- und Bauauschusses vorgestellt.

Bei dem Areal an der Wolfskaute handelt es sich um die Fläche hinter der Kellerwaldhalle, auf der sonst das Kirmeszelt aufgebaut wird. Der Privatier möchte dort zudem ein Wohnhaus bauen und nach Frankenau ziehen. Die Fläche gehöre der Stadt, teilte Bürgermeister Björn Brede der HNA mit. Jetzt müsse zunächst die Realisierbarkeit geprüft werden.

„Es gibt keinen schöneren Stellplatz für Wohnmobile“, sagte der 57-jährige Investor und verwies auf die „tolle Rundumsicht“ von dem Platz. Auch die Stadt würde seiner Ansicht nach von dem Vorhaben profitieren. Als Vorteile nannte er unter anderem die Förderung der Infrastruktur, die Unterstützung der heimischen Wirtschaft sowie Synergieeffekte durch Kooperationen mit den heimischen Dienstleistern.

Sein vorläufiger Plan für den Wohnmobilstellplatz „Kellerwaldblick“ sieht sechs jeweils 100 Quadratmeter große Wohnmobilstellplätze und acht 50 Quadratmeter große Parzellen vor. Desweiteren ein Servicehaus, Garagen und einen Schuppen.

Da er selbst überzeugter Wohnmobilnutzer sei, wisse er, dass Wohnmobilurlauber sich zudem über einen Brötchen- und Zeitungslieferdienst freuten. „Schön wäre es, wenn ein E-Bike-Verleih oder sogar ein Elektroauto-Verleih möglich wäre.“ Möglicherweise könnten auch Fördergelder in Anspruch genommen werden.

Bürgermeister: „spannende Anfrage“

Da Wohnmobil-Besitzer eher der etwas älteren Generation angehörten, seien keine „ausschweifenden Feiern“ zu befürchten. „Diese Form des Urlaubs wird zunehmend an Bedeutung gewinnen“, sagte der mögliche Investor. Die Zulassungszahlen für Wohnmobile schnellten seit Corona in die Höhe.

Bürgermeister Björn Brede sprach von einer „spannenden Anfrage“ an die Stadt. Ortsvorsteher Claude Pilger, der als Zuhörer in der Sitzung der Ausschüsse anwesend war, wollte sich noch nicht zu dem Vorhaben äußern. Er wolle zunächst Rücksprache mit weiteren Akteuren halten, sagte er gegenüber der HNA. (Susanna Battefeld)

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