Mehr zum Thema: Neue Pläne für Thonet-Areal in Frankenberg – Auch ein Campus soll entstehen

Wohnungen für 120 Menschen

Sie haben ein neues Konzept für freie Flächen auf dem Frankenberger Thonet-Gelände konzipiert: (von links) Clemens Exner und Milijo Dzeko von NH Projekt-Stadt, die beiden Thonet-Geschäftsführer Peter Thonet und Karl-Heinz Gloe sowie Alexander Inden von NH Projekt-Stadt. Foto:  mjx

Frankenberg. Der Frankenberger Möbelhersteller Thonet – aktueller Jahresumsatz rund 20 Millionen Euro - hat ambitionierte Pläne: Nach einer Umstrukturierung des Unternehmens sollen auf einem 30 0000 Quadratmeter großen Areal auf dem Firmengelände attraktive Wohnhäuser entstehen. Einfamilienhäuser und auch Mehrfamilienhäuser für Zielgruppen von jungen Familien bis hin zu den Senioren – auch für barrierefreies Wohnen.

Ein entsprechendes Konzept stellten am Mittwoch die beiden Thonet-Geschäftsführer Peter Thonet und Karl-Heinz Gloe sowie die Stadtentwickler Alexander Inden und Clemens Exner von der Kasseler Firma NH Projekt-Stadt vor. NH Projekt-Stadt hat das Konzept seit Anfang des Jahres entwickelt.

Auf dem Areal, auf dem künftig die Wohnhäuser gebaut werden sollen, lagert gegenwärtig nur Holz, die Fläche liegt weitgehend brach. 120 Menschen sollen nach den Vorstellungen der Thonet-Geschäftsführung künftig zwischen Friedrichstraße und Adalbert-Stifter-Straße wohnen – nur zehn Gehminuten von der Innenstadt und fünf Minuten vom Bahnhof entfernt. „Hinter dem Areal beginnt bereits die Natur“, sagt Peter Thonet.

Auch wenn der Name konkret noch nicht festgelegt ist, gibt es für das Projekt schon einen Arbeitstitel: Wohnquartier Thonet-Viertel. „Die Neubauten sollen keine 08/15-Projekte werden. Thonet hat einen Design-Anspruch. Hier soll Wohnbau entstehen, der zu Thonet passt“, kommentierte Peter Thonet die Pläne.

Insbesondere solle es im Thonet-Viertel aber „bezahlbaren Wohnraum“ geben – in bis zu 30 Einfamilienhäusern und vielleicht auch sechs Mehrfamilienhäusern. Auch Betreuungs- und Dienstleistungsangebote für ältere Menschen könnten dort angesiedelt werden. Ziel sei es nun, im kommenden Jahr Baurecht zu schaffen, um in die Vermarktung gehen zu können. Eine Zusage der Stadt Frankenberg, das Bauleitverfahren zu unterstützen, gebe es bereits, sagen Thonet und Gloe. Sobald zehn Parzellen verkauft seien, könne auch mit der Erschließung begonnen werden.

„Wir gehen von einer Entwicklungszeit von fünf bis zehn Jahren aus“, informierten die beiden Geschäftsführer zum weiteren Fortgang: „Wir wollen in der Öffentlichkeit aber bereits jetzt Interesse für dieses Projekt entwickeln.“

Neben dem Thonet-Viertel soll beim heimischen Möbelhersteller künftig aber auch ein „Thonet-Campus“ etabliert werden. In dem Campus sollen unter anderem die Thonet-Ausstellung, das Thonet-Museum, die Verwaltung und auch der Kopfbau des früheren Thonet-Werks I integriert werden. Und dort soll künftig das Thonet-Herz schlagen – unter anderem mit Tagungen und Seminaren. „Wir wollen junge Leute hierher holen, auch um bei ihnen Interesse an Thonet-Möbeln zu wecken“, sagen Peter Thonet und Karl-Heinz Gloe. Auch eine Schaumanufaktur stellen sie sich auf dem Campus vor – um zu zeigen, wie ein Stuhl repariert oder auch restauriert wird. (mjx)

Quelle: HNA

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