Vom 5. bis 9. September

Wollmar feiert traditionellen Grenzgang

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Bald geht es wieder los: Angeführt von den Grenzgangburschen werden die Wollmaraner gemeinsam mit ihren Nachbarn und Gästen wieder ihre Grenzen abschreiten. Unser Foto stammt vom letzten Grenzgang 2006.

Wollmar. "Im Moment treffen wir uns jeden Abend", sagt Klaus-Peter Fett. Der Vorsitzende des Grenzgangvereins Wollmar hat in diesen Tagen nach Feierabend viel zu tun.

In zwei Wochen ist Grenzgang in dem Münchhäuser Ortsteil. Das große Fest findet nur alle sieben Jahre statt, und entsprechend umfangreich sind die Vorbereitungen für die fünf Tage vom 5. bis 9. September.

Das Grenzgangfest geht zurück auf einen Brauch im 17. Jahrhundert. Die Grenzen der Gemarkung Wollmar waren in der damaligen Zeit öfter umstritten, so wie es in vielen Orten der Fall war. Um die Ordnung der Grenze und die Standorte der Grenzsteine zu überprüfen, fanden regelmäßig Grenzbegehungen mit den Nachbarn statt. Nachdem diese Begehungen irgendwann nicht mehr notwendig waren, entwickelte sich das alle sieben Jahre stattfindende Grenzgangfest, das heute zu den größten Festen der Region zählt.

1977 haben die Wollmarer ihren Grenzgangverein gegründet. 63 Personen kamen am 5. Juli 1977 zusammen mit dem Ziel, gemeinsam die heimatlichen Sitten und Gebräuche zu erhalten und Kulturwerte zu pflegen. Diesen Zweck erfüllt der Grenzgangverein Wollmar noch heute. Zudem widmet er sich der Errichtung und Erhaltung von Grünanlagen, der Pflege von Kulturwerten und dem Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutz. Und alle sieben Jahre ist der Verein verantwortlich für das Grenzgangfest, das in diesem Jahr nun wieder gefeiert wird.

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Quelle: HNA

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