Verein wollte Stein von 1754 ersetzen

Wollmaraner ersetzten Grenzstein von 1754 - und entdeckten Stein von 1650

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Eingemessen und beurkundet: Vorsitzender Klaus-Peter Fett vom Grenzgangverein Wollmar und die Grenzgangsburschen am neu gesetzten Stein an der Grenze zu Laisa.

Wollmar/Laisa. Der Grenzgangverein Wollmar hat an der Grenze zu Laisa einen neuen Grenzstein gesetzt. Der alte Stein von 1754 war bei Arbeit auf dem angrenzenden Feld versehentlich beschädigt worden. Als sie diesen alten Stein ausgruben, entdeckten die Wollmaraner darunter einen Stein von 1650.

„Diesen Fund hatte niemand von uns erwartet“, sagte Martin Michel, Obmann für historische Grenzsteine im Raum Marburg. „Diese Originalsteine sind Dokumente für die Ortsgeschichte.“ Klaus-Peter Fett, Vorsitzender des Grenzgangvereins, versprach, die alten Steine in Stand zu setzen und an der Alten Schule in Wollmar aufzustellen.

Den neuen Grenzstein hat der Frohnhäuser Steinmetz Kurt Hallenberger aus Sandstein angefertigt. Er trägt neben der aktuellen Aufschrift „Grenzgang 2013“ die gleichen Bezeichnungen wie sein Vorgänger: „HD“ für Hessen-Darmstadt auf Laisaer und „HC“ für Hessen-Cassel auf Wollmarer Seite; dazu die Jahreszahl 1754 und die Nummer 114 – die Grenzsteine waren früher durchnummeriert; entdeckt wurden bis heute aber nur etwa 30 der alten Steine entlang Wollmars Grenze, die beim Grenzgangfest vom 5. bis 9. September mit den Nachbarn abgelaufen wird.

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Quelle: HNA

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