Frankenberg

„Wort Gottes“ in vielen Ausprägungen

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- Frankenberg (sg).Die Jubiläumsfeiern für die Liebfrauenkirche haben am Sonntag mit drei Ereignissen begonnen. Um das „Wort Gottes“ zu verkünden, hatten die Vorväter der Ederstadt die Liebfrauenkirche vor 725 Jahren erbauen lassen.

Wie vielfältig die „Heiligen Schriften“ sind, zeigt eine Bibelausstellung, die zum Jubiläum des Gotteshauses am Sonntag Abend eröffnet wurde: Zu sehen seien alte und besonders schöne Exemplare, Bibeln mit Familiengeschichte und Werke, in denen Gebrauchsspuren von der Auseinandersetzung mit den Texten zeugten, erläuterte der pensionierte Pfarrer Heiner Wittekindt bei einer kleinen Führung.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Im ersten haben Privatleute aus dem Kirchenkreis alte Bibeln zur Verfügung gestellt. Derart groß sei die Resonanz gewesen, dass nur etwa die Hälfte der angebotenen Bücher gezeigt werden könne, berichtete Wittekindt. Im zweiten Teil gibt die Frankfurter Bibelgesellschaft Einblicke in die Vielfalt auf dem Buchmarkt – von klassischen Ausgaben, Übersetzungen, Nachdrucken aus dem Mittelalter bis zu Konkordanzen und Kinderbibeln reicht die Bandbreite.

Wittekindt stellte einzelne Werke vor, etwa eine Kriegsbibel aus dem Jahr 1712, die der Soldat am Herzen tragen sollte, sie enthält nur wenige Verse. Küster Wilfried Koch hat vor etwa 40 Jahren in München eine englische Mini-Bibel mit den Psalmen gekauft. Wittekindt zeigte eine „Bibel für unterwegs“ samt Ledertasche, von Künstlern wie Chagall bebilderte Bibeln aus dem 20. Jahrhundert oder repräsentative „Kurfürstenbibeln“ aus dem 18. Jahrhundert, die es in drei Ausstattungen gab und die alle sächsischen Regenten zeigen, bevor die bebilderten Schriften in der Luther-Übersetzung folgen. Auch die typischen illustrierten Familienbibeln sind vertreten, aus denen hätten die Großeltern ihren Enkeln sonntags Geschichten vorgelesen, berichtete er. Viele enthielten Stammbäume.

Die Bibelausstellung und der Früchteteppich sind noch bis zum 14. Juni in der Kirche zu besichtigen.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 31. Mai

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