Frankenberg

Würdigung für Horst Heckers Lebenswerk

- Frankenberg (gi). Das Interesse an dem neuen Buch „Jüdisches Leben in Frankenberg“ des heimischen Historikers Dr. Horst Hecker hat alle Erwartungen übertroffen.

Mehr als 200 Gäste waren am Freitagabend der Einladung zur Buchvorstellung ins Jugend- und Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinschaften gefolgt. Es wurde ein Abend mit Niveau, geprägt durch ergreifende gesangliche Darbietungen sowie musikalische Einlagen. Karl-Hermann Völker, Vorsitzender des Geschichtsvereins, war Moderator und Organisator des Abends. Er ist dem Autor seit Jahren verbunden und stellte dessen 600-seitiges Werk in einer ausgefeilten Bildpräsentation vor. Auf diese Weise ließ Völker noch einmal die einstige „kleine jüdische Frankenberger Welt“ lebendig werden. Eine Welt, die Hecker „so umfassend wie möglich“ zusammengetragen habe, „voller Anschaulichkeit und mit menschlicher Nähe“. Völker: „Das ist einmalig in Hessen!“

Der aus Haubern stammende Autor Horst Hecker (47), von Krankheit gezeichnet, hüllte sich zunächst in Schweigen, war aber dann der gefragteste Mann des Abends: Er musste immer wieder Bücher signieren, Hände schütteln und Erläuterungen zum Buch geben. Die Sympathien galten ungeteilt dem bescheidenen, liebenswürdigen Stadtarchivar, der sein in jahrelanger sorgfältiger, wissenschaftlicher Arbeit recherchiertes Buch als „mein Lebenswerk“ bezeichnete.

Kreisbeigeordnete Monika Svoboda aus Volkmarsen überbrachte Grüße und Glückwünsche von Landrat Dr. Reinhard Kubat. Sie bezeichnete Heckers Buch als „ganz wichtige Publikation“, werde doch damit ein verdrängter Teil der Gesichte wieder sichtbar gemacht: „Wir müssen alles tun, damit sich so etwas nicht wiederholt“. Die Kreisbeigeordnete dankte Horst Hecker ausdrücklich und regte an: „Dieses Standardwerk muss in jeder Schulbibliothek einen Platz haben“.

Den musikalischen Part gestalteten Tanja Ahlborn und Barbara Küpfer (Querflöte), Karl-Hermann Völker (Klavier) und Cornelia Kleinhans-Stürzl (Gesang und Gitarre).

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