Frankenberg

Zahl der Geburten fast konstant

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- Frankenberg (jos). Gleich 13 Eltern haben ihre neugeborene Tochter im vorigen Jahr Sophie genannt. Bei den beliebtesten Jungen-Namen in Frankenberg liegt Maximilian vorne – acht der im Jahr 2010 im Kreiskrankenhaus geborenen Kinder tragen diesen Namen.

Wirtschaftskrisen und die damit verbundene Angst vieler Menschen vor einem möglichen Verlust des Arbeitsplatzes haben nach Ansicht von Dr. Volker Aßmann einen Einfluss auf die Anzahl der Geburten. „Wenn ein junges Paar nicht weiß, ob es mit dem Geld hinkommt, entscheidet es sich nicht für ein Kind“, sagt der Chefarzt der Abteilung Gynäkologie im Frankenberger Kreiskrankenhaus. Ein allgemeiner Zukunfts-Optimismus hingegen wirke sich positiv auf die Zahl der Geburten aus. Deshalb ist Aßmann auch zuversichtlich, dass sich in diesem Jahr wieder viele Paare für ein Kind entscheiden. Grundsätzlich sei zu beobachten, dass die ländlichen Regionen wie Waldeck-Frankenberg mehr vom allgemeinen Geburtenrückgang in der Bundesrepublik betroffen sind als die Ballungszentren wie etwa das Rhein-Main-Gebiet. Als Aßmann 2001 nach Frankenberg kam, wurden im Kreiskrankenhaus 507 Kinder zur Welt gebracht. Seitdem ist die Zahl der Geburten deutlich zurückgegangen: Im Jahr 2009 waren es 369, voriges Jahr dann 362.

Unterm Strich sind 2010 in Frankenberg mehr als doppelt so viele Kinder wie in Korbach zur Welt gekommen. Die Klinik in der Kreisstadt meldete 173 Geburten.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 5. Januar

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