Im Jahr 2016 wurden 695 Taten bei der Polizei registriert

Zahl der Unfallfluchten im Landkreis Waldeck-Frankenberg steigt

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Unfallfluchten im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist in den vergangenen Jahren gestiegen. 695 registrierte die Polizei im vergangenen Jahr, 2012 waren es noch 636.

Im Jahr 2016 wurden 236 dieser Fluchten aufgeklärt und damit 34 Prozent. „Die Aufklärungsquoten liegen konstant bei etwa einem Drittel, zwischen 29 und 34 Prozent“, sagt Polizeisprecher Dirk Virnich.

Im vergangenen Jahr kam es in Waldeck-Frankenberg zu insgesamt 3822 Verkehrsunfällen. Gut 18 Prozent davon waren Unfallfluchten, wie es in der Polizeistatistik heißt. Im Vergleich steht der Landkreis damit allerdings noch ganz gut da: Im gesamten Bundesland ist mittlerweile jeder dritte Unfall eine Fahrerflucht, mehr als 41.000 vergangenes Jahr. Im Schnitt kommt es in Hessen damit 114 Mal am Tag zur Fahrerflucht nach einem Unfall. Im Verkehrsbericht des Landes für das Jahr 2016 wird im Bereich Unfallfluchten ein Trend nach oben erwartet.

Parkplätze oftmals Tatort

Tatorte sind oft Parkplätze von Einkaufsmärkten oder auch öffentliche Parkplätze, teilt die Polizei mit. Wie hoch der finanzielle Schaden ist, der durch diese Form der Unfälle entsteht, erfasst die Statistik der Polizei allerdings nicht, sagt Dirk Virnich.

Die Rechtslage ist eindeutig: Wer einen Unfall verursacht und bewusst wegfährt, ohne die Polizei zu rufen oder auf den Geschädigten zu warten, begeht eine Straftat – das gilt auch für kleine Parkplatzrempler. Polizeisprecher Dirk Virnich rät Betroffenen in diesem Fall: „Wenn man einen Sachschaden an seinem Auto entdeckt und findet keinen Hinweis vom Verursacher, sollte auf jeden Fall die Polizei verständigt werden, um Ermittlungen auszulösen. Eventuell hat sich dort ja auch der Verursacher schon ordnungsgemäß gemeldet und der Schaden kann problemlos reguliert werden.“

Quelle: HNA

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