Gemünden

Zauberhafte Narreteien bei Rosenmontagsball

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- Gemünden (sr). Von der klassischen Ordenszeremonie bis zur Hitparade – die Stimmung steigerte sich immer mehr beim Gemündener Rosenmontagsball in der Sport- und Kulturhalle.

Erstmals moderierte Christoph Jarkow als Elferratspräsident die gut dreistündige Narrenshow. Neben den inzwischen traditionellen Auftritten von Tanzgruppen und Karnevalisten aus der Region gabs in diesem Jahr auch zwei neue Beiträge: Der Zauberer Michael Stern aus Stadtallendorf zog die rund 400 Besucher in seinen Bann. Er verwandelte eine türkische Zeitung im Handumdrehen und bezog Bürgermeister Frank Gleim bei einem Kartentrick mit ein. Auch Moderator Christoph Jarkow assistierte als Schirmwächter. Der als „Sir Elton“ bekannte Entertainer führte mit viel Witz und Spontaneität durchs Programm.

„Mit Helau singt frohe Lieder, Gemünden feiert wieder“, rief Jarkow den Narren entgegen. Nach dem Einmarsch des Damenelferrats mit dem Marburger Funkencorps verteilten der Gemündener Karnevalspräsident Wilfried Schneider und sein Kollege Rainer Hertel aus Marburg fleißig Orden. Es folgte ein schwungvoller Gardetanz der Marburger Funken. Kinder zeigen Monster-Tanz Einer der Höhepunkte des Abends gleich zu Beginn: Die Gemündener Dance-Kids mit ihrem ausdrucksstarken Monster-Tanz. 30 Mädchen und Jungen unter der Leitung von Laura und Nicole Gleim tanzten bei der Zugabe auf den Tischen.

Büttenrednerin Ute Golde kam als Piratin mit Begleitung auf die Bühne. Von Guttenberg bis Eichenlaub, vom Bürgermeister bis zum Stadtbrandinspektor – sie verbreitete nicht nur Gemündener Neuigkeiten. Zum Schluss verlas sie eine Flaschenpost und kündigte die Kandidatur der Piratinnenpartei bei der Kommunalwahl an.

Die Weidenhäuser Bürgerwehr sorgte mit Formationsmärschen zu fetziger Musik für wahre Beifallstürme im Saal. Die Rosenthaler Tanzgruppe Pepsicion begeisterte mit Hip-Hop-Tänzen und perfekter Mimik. Erstmals beim Gemündener Rosenmontagsball trat der Röddenauer Martin Huhn auf. Mit Wespentaille, Lippenstift und rosa Handtäschchen berichtete der Büttenredner in der Rolle eines Schwulen. Der Showtanz der Marburger Funken zum Thema „Liebe“ schloss sich an. Das Gemündener Zickenballett zeigte „Street-Dance“ mit sportlicher Höchstleistung. Christel Gleim, Silke Theiß, Petra Sack, Jutta Ochs, Daniela Ernst-Brück und Laura Gleim wurden für zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. Die ehemalige Trainerin Elvira Köhler erhielt Blumen.

Mit 14 Aktiven stand das Sehlener Männerballett „Schoppendales“ auf der Bühne. Die Männer ließen ihre Mönchskutten fallen und tanzten in Hawai-Hemden und Baströcken Rock’n Roll. Höhepunkt waren Fliegerfiguren. Die Gemündener „Girls of Fire“ schlossen sich nach einer Schunkelrunde mit variantenreichen Tänzen zu „I will follow him“ und „Halleluja“ an. Viele Fans jubelten den Feuerwehrfrauen zu, die nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen. Das Männerballett der Wohrastadt kam in Bademänteln und tanzte danach in Schlaghosen und Seidenhemden zu Musik der 70er Jahre von ABBA oder Boney M. Silvia Trust hatte die Tänze mit den sieben Fußballern einstudiert.

Den Abschluss kurz vor Mitternacht bildete die Hitparade, angekündigt von Nummerngirl Johanna Ochs. Thomas Böhme, Christian Seibert, Nils Schnetzler und André Möbus erzeugten als Hip-Hop Gruppe Culture Candela wahre Beifallstürme im Saal. Alisa Hesse präsentierte nahezu perfekt den Grand-Prix-Siegertitel von Lena Meyer-Landrut. Nils Schnetzler tobte als Mickie Krause mit dem Titel „Düp-düp“ über die Bühne. Beim großen Finale sang Karnevals-Urgestein Friedhelm Käufler gemeinsam mit seinem Neffen Michael Käufler den Karnevalshit „In der Hauptstadt der Bunstruth“. Mit einer Polonäse zogen alles Aktiven durch den Saal, bevor die Band „Coronas“ für Stimmung bis in die frühen Morgenstunden sorgte.

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