Battenberg

Zaubernder Komiker begeistert im Denkmal

- Battenberg (mba). Zu einer „Spaßveranstaltung“ begrüßte der Battenberger Bürgermeister Heinfried Horsel am Freitag die Gäste im Alten Rathaus. Für den Spaß sorgte der Komiker (und Zauberer) Ingo Oschmann.

„Ich hatte echt Bammel hier aufzutreten“, gestand Komiker Ingo Oschmann am Freitagabend seinem Publikum im Alten Rathaus in Battenberg ein: „80 Leute – und die Hälfte von der Sparkasse“. Er sei das erste Mal „hier im Dorf, äh Ort“ und habe nicht gewusst, was ihn erwartet. Eingeladen hatte ihn die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Hör mal im Denkmal“, und das Alte Rathaus war voll besetzt – mit 80 Gästen. „Es hat ein bisschen was von einer Geburtstagsfeier“, freundete sich Oschmann aber schnell mit dem überschaubaren Zuschauerkreis an: „Alle kennen sich und sind wahrscheinlich sogar verwandt.“ Oschmanns Talent: Er berichtet auf sehr amüsante Weise aus seinem Alltag, über Begebenheiten aus seinem Leben (ob erfunden oder tatsächlich passiert, sei hier mal dahingestellt) und ist dabei außerordentlich spontan. So hatte er von Anfang an einen Draht zu seinem Publikum, das sich in vielen Anekdoten wiedererkannte – oder selbst eingebaut wurde. Sein Lieblingsgast und willkommenes Opfer für zahlreiche Witze war „der Mann, der sich nicht erinnern konnte, wo er Urlaub gemacht hatte“. Dafür, dass er als „Running Gag“ herhalten musste, bekam der Herr am Ende von Oschmann ein Buch geschenkt. Sein Ziel sei es, so auch der Titel des Programms, dass die Menschen sagen: „Wunderbar – es ist ja so!“. Er plauderte mit seinen Gästen über die Kindheit (wie er acht Stunden lang auf den vom Vater angekündigten „Raketenstart“ des Eiffelturms gewartet habe) , über Urlaub in Thailand, übers Kochen („Grünkohl mit Pinkel klingt wie eine Dschungelprüfung.“) und über die Wehleidigkeit des kranken Mannes: „Männern reicht es nicht, einfach krank zu sein. Wir wollen, dass es jeder mitkriegt.“ Besonders liebe er die Beipackzettel der Medikamente: „Kennen Sie die Nebenwirkung von Aspirin? – Kopfschmerzen.“ Seiner Meinung nach sollte alles einen Beipackzettel haben, auch Vollkornbrot: „Sie könnten daran ersticken.“

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