9. Heideblütenfest in Altenlotheim mit Führungen, Unterhaltung und Informationen

Tag im Zeichen der Natur

Da summte es: Kerstin Ziegler erläuterte die Arbeit mit Bienenvölkern. Fotos: Schelberg

Altenlotheim. Die Heide lockte – und es kamen wieder zahlreiche Besucher nach Altenlotheim. Zum neunten Mal wurde dort das Heideblütenfest gefeiert. Auf zwei Standorte aufgeteilt präsentierten sich zum einen viele Verkaufs- und Informationsstände rund um das Altenlotheimer Bürgerhaus, zum anderen bestand die Möglichkeit, die Heideflächen zu erwandern.

Die angebotenen Rangerführungen - darunter eine auch auf Niederländisch - fanden dabei großen Zuspruch und führten von der Ortsmitte Richtung Koppe. Auf dem Weg erklärten die Ranger Joachim Reinhardt und Bernd Schenk verschiedene Greifvogelarten im Nationalpark.

Weitere Stationen während der Führung waren die Geschichten von Hexe Hildegard Tausch und das exemplarische Bienenvolk von Kerstin Ziegler. Nach der Begrüßung durch das „Wacholdermännchen“ übernahmen Carsten Müller und Achim Frede von Natur- und Nationalpark die Führung. Anschaulich erklärten die beiden das Naturschutzgroßprojekts und die Arbeit im National- sowie Naturpark. Achim Frede machte dabei deutlich, dass Erhalt von Kulturlandschaft und die Förderung der Wildnis im Nationalpark in keinem Widerspruch stehen würden. Es zeuge viel eher von der Vielfalt, die man hier in Altenlotheim habe. „Da hinten sehen sie die moderne Landwirtschaft, hier auf der Heidefläche die historische Kulturlandschaft, die sich nahtlos die Wildnis des Nationalparks anschließt“, veranschaulichte Frede. Die Heideflächen, aber auch die Huteflächen im Nationalpark, seien „große Freilichtmuseen“ auf denen vielerlei Arten zu finden seien. Eine davon hatte Achim Frede jedoch nicht erwartet.

„Sensationeller Fund“

Sebastian Weigand, der selbst mit dem Nationalpark zusammenarbeitet, machte den, laut Frede, „sensationellen Fund“: Wiegand fand einen Warzenbeißer, eine Langfühlerschrecke, die zu den gefährdeten Arten gehört und ansonsten nur an wenigen Orten in Deutschland noch zu finden ist.

Zum Ende der informativen Wanderung schloss sich die Hütevorführung von Schäfer Georg Schutte an, der sein „Arbeitsgerät“ die Heidschnucken samt Hütehunden präsentierte.

Zurück im Ort bestand die Möglichkei,t sich an den zahlreichen Ständen zu informieren, Waren aus der Region zu erwerben oder sich einfach die vielen Leckereien schmecken zu lassen.

Von Marco Schelberg

Quelle: HNA

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